Stadtrat Jan Schneider
Stadtrat Jan Schneider
Frankfurter Neue Presse, 16. Oktober 2013 - Am 1. November wird der CDU-Politiker Jan Schneider (32) sein Amt als hauptamtlicher Stadtrat im Magistrat antreten. Gestern hat ihm Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) mitgeteilt, welche Aufgaben er übernimmt. Kurz darauf erklärte er im FNP-Interview, wie er die Entscheidung beurteilt.

FNP: Haben Sie damit gerechnet, dass Sie für die Kindertagesstätten zuständig werden?

SCHNEIDER: Das war eher überraschend. Ich habe erst am Vormittag davon erfahren, vorher habe ich mit dem Oberbürgermeister über einen solchen Dezernatszuschnitt nicht gesprochen. Die Kinderbetreuung ist natürlich ein wichtiges Politikfeld, das besonders spannend und herausfordernd ist. Dass die Umverteilung der Zuständigkeiten mit einer unverhohlenen Drohung des Oberbürgermeisters gegenüber Sarah Sorge verbunden wurde, ist aus meiner Sicht aber nicht besonders glücklich.

FNP: Darüber hinaus sind Sie für Informationstechnik und Verwaltungsreform zuständig. Sind Sie zufrieden mit Ihren Aufgaben?

SCHNEIDER: Ich fühle mich nicht schlecht ausgestattet. Es ist ein sehr ansehnliches Ressort. Die Verwaltungsreform ist eine wichtige und gerade für einen neuen Dezernenten spannende Aufgabe. Aber ich werde mir erst einmal in Ruhe anschauen, mit welchen Kompetenzen ich ausgestattet werde. Es wird darauf ankommen, möglichst viel auf der Arbeitsebene zu bewegen. Das ist eine große Herausforderung.

FNP: Hätten Sie nicht lieber andere Aufgaben gehabt? Zum Beispiel die Zuständigkeit für Recht und Sicherheit?

SCHNEIDER: Es gibt sicher Inhalte, die angesichts meiner beruflichen Erfahrung näher gelegen hätten. Aber der Oberbürgermeister hat das eben so entschieden.

FNP: Die schwarz-grüne Koalition ist nicht glücklich über die Entscheidung des Oberbürgermeisters. Zu welchen Konsequenzen führt das?

SCHNEIDER: So etwas schweißt die Koalition weiter zusammen.

FNP: Der Oberbürgermeister wünscht sich mehr Schwung beim Bau von Kindertagesstätten. Gab’s da bisher ein Defizit?

SCHNEIDER: Nein. Wir haben den Bau von Kindertagesstätten in den vergangenen Jahren sehr forciert und enorme Summen investiert. Ich werde daran anknüpfen, und es wird auch eine gute Zusammenarbeit mit Sarah Sorge geben.

Redakteur: Günter Murr

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