Steinbach: Frankfurt braucht nicht nur Banken

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB

Berlin/Frankfurt am Main, 6. April 2013 - Frankfurt braucht nicht nur Banken, sondern auch seine Bauern für eine nachhaltige Entwicklung. Frankfurt darf nicht nur die Stadt der Banken sein. Bis heute ist es die größte landwirtschaftliche Gemeinde in Hessen.

Und das ist gut so. Landauf, landab wird in Deutschland mit gutem Grund die ortsnahe Produktion von Lebensmitteln eingefordert. Vieles was die Frankfurter Bürger benötigen, von der grünen Soße bis zum Saatgut, wird heute noch in Frankfurt angebaut. Das ist gut für die Menschen. Das ist gut für das innerstädtische Klima.

Die Anbauflächen im Frankfurter Nordosten sind bestes Ackerland. Weizen und Rüben gedeihen prächtig. Zudem dienen diese Flächen der innerstädtischen Frischluftversorgung. Leichtfertig darf man darauf nicht verzichten. Diese Ackerflächen für Bauland zu Opfern wäre ein unverzeihlicher Frevel. Es ist außerdem empörend kurzsichtig, dass die SPD bereit ist, diese Flächen, die gemäß der Regionalplanung als Grünzug ausgewiesen sind, verantwortungslos zu opfern.

Und nicht nur das: in diesem Bereich liegen bis zu 40 ökologische Ausgleichsflächen, die für andere Bauvorhaben geschaffen werden mussten. Welch eine Absurdität: Ausgleichsflächen für Ausgleichsflächen suchen zu müssen. Was die SPD mit ihrem Oberbürgermeister hier vorhat, ist ökologisch nicht zu verantworten. Es erstaunt allerdings, dass die Grünen so moderat darauf reagieren und nicht hart dagegen halten. Ökopartei, das war einmal!

Der gesamte Bereich ist für die Frischluftversorgung Frankfurts von unverzichtbarer Bedeutung. Es geht hier nicht nur um " Bauern mit ihren Traktoren vor dem Römer", die Oberbürgermeister Feldmann "aushalten" will. Er übersieht in seiner Kurzsichtigkeit, dass die ökologische Bedeutung dieser landwirtschaftlichen Fläche weit über den Nordosten der Stadt hinausreicht. Die ganze Stadt ist davon betroffen!

Nachhaltige Stadtentwicklung sieht anders aus.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben