Gruppenfotos sorgen nicht für weniger Lärm: CDU-Kreisvorsitzender sieht in Aktion der SPD-Oberbürgermeister reinen PR-Termin

Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU, Stadtkämmerer
Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU, Stadtkämmerer
Frankfurt am Main, 20. März 2013. „Viel Lärm um nichts – zumindest nichts Neues,  so müsste man eigentlich den Pressetermin der SPD-Oberbürgermeister von Frankfurt, Offenbach, Hanau und Mainz bezeichnen, wenn das Thema Lärm nicht für viele Menschen tatsächlich ein gewichtiges Problem wäre.“

So reagierte heute der Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU, Uwe Becker, auf den gemeinsamen Pressetermin der SPD-Vertreter. Als gefährliche Augenwischerei bezeichnete Becker die Forderung der Oberbürgermeister nach Erweiterung des Nachtflugverbots auf die Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr. Augenwischerei deshalb, weil diese Position von der Hessischen SPD überhaupt nicht vertreten werde und schon kurz nach dem Pressetermin vom SPD-Landesvorsitzenden auch erneut vom Tisch gewischt worden sei. „Die SPD sagt nein und Feldmann und Co. streuen den Menschen Sand in die Augen“, so Becker. Das sei keine verantwortliche Politik im Umgang mit dem Thema Fluglärm.

 

Gefährlich sei eine solche Ausweitung aber auch deshalb, weil sie die Drehkreuzfunktion des Frankfurter Flughafens gefährden würde. Denn es gehe dabei nicht um die Frage von zwei Stunden weniger Flugverkehr. Ohne die früh morgens und am späten Abend ankommenden und startenden Interkontinentalmaschinen würden auch Zubringer und Anschlussflüge wegfallen. „Wer das will, muss den Menschen ehrlich sagen, dass er tausende Arbeitsplätze weniger in der Region FrankfurtRheinMain haben will“, so Becker. Becker plädiere dafür, realistische Maßnahmen zur Verringerung des Fluglärms einzufordern und umzusetzen. „Das Ziel muss sein, so wenig Lärm wie nötig bei gleichzeitiger Sicherung der Leistungsfähigkeit unseres Frankfurter Jobmotors“, so Becker.
 

Der CDU-Kreisvorsitzende lobte gleichzeitig den Hessischen Staatsminister Michael Boddenberg für dessen fortwährendes Engagement in Sachen Fluglärmminderung. „Michael Boddenberg hat mit seinen Vorschlägen zum veränderten Anflugverfahren, zur stärkeren Nutzung der Center-Bahn, mit der von ihm mitgeprägten Allianz für Lärmschutz der Hessischen Landesregierung und der von ihm mitinitiierten Bundesratsinitiative bereits mehr im Interesse der Menschen im Frankfurter Süden getan, als dies nun die vier SPD-Vertreter mit ihrem Ruf nach höheren Instanzen tun. Ich würde mir wünschen, dass hier weniger Show und mehr Sachlichkeit die Debatte bestimmt“, so Becker weiter, der noch auf die Erhöhung der Anflughöhen, die finanziellen Anreize zur Nutzung leiserer Maschinen und den Austausch und die Nachrüstung einzelner Flugzeugtypen als weitere Maßnahmen hinwies.
 

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