Fischer: „Vereinsbörse“ an Frankfurter Schulen prüfen

CDU-Fraktion sieht Einschulungstage als Kontaktmöglichkeit für Schüler und Eltern

Sabine Fischer, Stadtverordnete, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Sabine Fischer, Stadtverordnete, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 8. Februar 2013 - Die CDU-Fraktion im Römer will den Tag der Einschulung künftig für den Aufbau von Kontakten zwischen Schülern, deren Eltern und Vereinen nutzen.

Dazu hat die Fraktion einen Antrag eingebracht, der den Magistrat um Prüfung ersucht, unter welchen Voraussetzungen eine „Vereinsbörse“ an Frankfurter Schulen eingeführt werden könnte. Außerdem soll der Magistrat darlegen, welche unterstützenden Maßnahmen seitens der Stadt gegebenenfalls vorstellbar sind.


Wie die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sabine Fischer, sagte, biete sich der Tag der Einschulung zum beiderseitigen Kennenlernen sehr gut an. „Damit wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen weiter fördern. Die Vereinswelt kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Kinder in ihren schulischen und außerschulischen Aktivitäten sinnvolle Zeit verbringen, die ihre Entwicklung positiv beeinflusst“, so Fischer.

Als Beispiel einer gelungenen Kooperation nannte die CDU-Stadtverordnete das vom Sportdezernat zusammen mit dem Sportkreis Frankfurt initiierte Programm „Schulkids in Bewegung“ zur nachhaltigen Bewegungsförderung, durch das Erstklässler an den teilnehmenden Schulen eine vierte Sportstunde wöchentlich von einem Übungsleiter eines Sportvereins im Stadtteil erhalten. Außerdem ermöglicht das Projekt kostenlose Schnupperangebote und gemeinsame Aktionen zwischen Schule und Verein. „Immer weniger Kinder in Frankfurt sind Mitglied in einem Sportverein, und bei Einschulungsuntersuchungen fällt auf, dass ein gutes Fünftel der Kinder Auffälligkeiten in der motorischen Entwicklung zeigt. Mit dem Schulkids-Projekt kann diesem gefährlichen Trend begegnet werden. Solche Kooperationen mit den Vereinen können wir uns auch in anderen Bereichen sehr gut vorstellen“, äußerte die Bildungspolitikerin.

Der Tag der Einschulung ist nach Auffassung Fischers besonders geeignet zum gegenseitigen Kennenlernen. „Während die Schüler in ihre neuen Klassenräume geführt werden, verbringen Eltern und Familienangehörige dann gut eine Stunde auf dem Schulhof, bevor sie ihre Kinder wieder abholen können. Diese Zeit ließe sich als niedrigschwelliges Angebot für eine Ansprache der Eltern und eine Präsentation der Aktivitäten von Vereinen und Institutionen im jeweiligen Stadtteil nutzen. Auch die Schulelternbeiräte und die Fördervereine der Schulen sind bei dieser Gelegenheit vertreten“, so Fischer. Sport-, Musik-, Kultur- oder Lernvereine könnten sich auf diese Weise den anwesenden Eltern in einer Art „Vereinsbörse“ vorstellen und für ihre Institutionen werben. „Dass sich dies lohnt, zeigen Vertreter von Sprachkursangeboten wie ‚Mama lernt Deutsch‘, die die Vorteile einer Ansprache zu diesem Termin erkannt haben. Wir setzen deshalb darauf, die Vereine zukünftig noch stärker mit den Frankfurter Schulen zu verknüpfen“, sagte die Stadtverordnete.

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