Steinbach: In Syrien wieder 80 Menschen massakriert

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 31. Januar 2013 - Bei einem weiteren Massaker sind fast 80 Menschen im syrischen Aleppo brutal ermordet worden. Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Erika Steinbach:

Die Berichte über den eskalierenden Bürgerkrieg in Syrien reißen seit Monaten nicht ab. Der Konflikt wütet seit fast zwei Jahren. Die Ermordung der fast 80 mit Kopfschüssen getöteten jungen Männer in Aleppo zeigt erneut, dass die Spirale der Gewalt und des Hasses zwischen verfeindeten ethnischen wie religiösen Gruppen keine menschlichen Grenzen mehr kennt. Dabei geraten die Christen in Syrien zunehmend zwischen die Bürgerkriegsfronten.


Die Rebellen der Freien syrischen Armee weisen die Schuld am Massaker den Regierungstruppen Assads zu. Die syrische Regierung macht eine terroristische Gruppierung für die Ermordung der zum Teil jugendlichen Opfer verantwortlich.

Seit Beginn des Konflikts im März 2011 sind nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 60.000 Menschen getötet worden. Die Zahl der Menschen, die Zuflucht in den Nachbarländern Syriens sucht, ist inzwischen Berichten des UNHCR zufolge auf mehr als 700.000 gestiegen. Der Winter erschwert die bestehende Notlage zudem.

Alle Appelle an die Bürgerkriegsparteien und ebenfalls an alle verfeindeten ethnischen und religiösen Gruppen, das Töten einzustellen und die Menschenrechtsverbrechen umgehend zu beenden, sind bislang ungehört verhallt.

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