Löwenstein/Czerny: Innerstädtisches Imkern mit „Römer-Honig“

Koalition will das Aufstellen von Bienenstöcken in Römernähe prüfen

Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Michael zu Löwenstein, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 4. Januar 2013 - Die Koalitionsfraktionen  von CDU und GRÜNEN im Römer wollen das Aufstellen von Bienenstöcken in Römernähe prüfen.

„Die Stadtimkerei hat in Frankfurt bereits Einzug genommen, aber es fehlen Flächen“, kommentierten der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Michael zu Löwenstein, und die Grünen-Stadtverordnete Birgit Czerny einen gemeinsamen Antrag, in dem der Magistrat um Prüfung und Bericht gebeten wird, ob im Umkreis des Römers Dachflächen für das Aufstellen von Bienenstöcken zur Gewinnung von Römer-Bienenhonig im Sinne eines innerstädtischen Imkerns in Frankfurt genutzt werden können.

Die Honigbiene, deren Population global zurückgeht, gelte Löwenstein und Czerny zufolge als der wichtigste Bestäuber von Blütenpflanzen und sichere damit nicht nur die Biodiversität der heimischen Nutz- und Wildpflanzen, sondern in hohem Maße auch die landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau, der von der Bestäubung der Honigbiene wesentlich abhänge. „Darüber hinaus sind Honigbienen wegen ihres Honigs und Wachses das drittwichtigste Nutztier in Deutschland“, so Löwenstein und Czerny. Die Stadt Frankfurt mit ihrem Grüngürtel biete durch eine reiche Blütenvielfalt sehr gute Bedingungen für die emsigen Insekten.

„Die Installation eines Bienenstockes im Umkreis des Römerberges könnte die Möglichkeit eröffnen, Führungen und Lehrveranstaltungen auch an zentraler Stelle für die Öffentlichkeit anzubieten. Darüber hinaus entstünde mit dem so gewonnenen ‚Römer-Honig‘ ein attraktives Marketing-Produkt für unsere Stadt“, geben Löwenstein und Czerny als Denkanstoß. Geeignete Partner für dieses Projekt, das aufgrund der aktuellen Haushaltslage für die Stadt Frankfurt nur kostenneutral durchgeführt werden könne, sehen die beiden Kommunalpolitiker in bereits bestehenden Initiativen wie beispielweise „Deutschland summt“ oder der Künstlergruppe „Finger“, aber auch im Frankfurter Imkerverein oder in dem traditionsreichen Institut für Bienenkunde in Oberursel.

„Ein Bienenstock in Römernähe wäre ideal, um ein weiteres wichtiges Signal für den Naturschutz und die Biodiversität in unserer Stadt zu setzen und gleichzeitig die Öffentlichkeit zur besseren Information über die große Bedeutung der Honigbiene mit einzubeziehen. Dabei können wir uns die Ausweitung eines solchen Projektes auf weitere Stadtgebiete sehr gut vorstellen“, so Löwenstein und Czerny abschließend.

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