Heuser: Quartiersgarage Glauburgschule entlastet Parkdruck im Nordend

CDU-Fraktion steht zu dem beschlossenen Bauprojekt

Helmut Heuser, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Helmut Heuser, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 6. Dezember 2012 - Im Anschluss an das heutige Gespräch mit der Bürgerinitiative „Contra Quartiersgarage Glauburg“ bekräftigte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Römer, Helmut Heuser, noch einmal die Haltung seiner Fraktion zu dem Bauprojekt einer Quartiersgarage mit 100 Stellplätzen unter dem Schulhof der Glauburgschule.

„Wir sind nicht überzeugt, dass die Bürgerinitiative für die Mehrheit der Bewohner des Nordends spricht“, sagte Heuser. Wie der CDU-Stadtverordnete deutlich machte, unterliege die Bürgerinitiative dem offensichtlichen Missverständnis, dass dieses städtische Bauprojekt dem Stadtteil gewissermaßen „ohne Vorwarnung“ und ohne hinreichende Anwohnerinformation auferlegt worden sei.

„Das Gegenteil ist der Fall. Die Planungen für die von uns gemeinsam mit den GRÜNEN initiierte Quartiersgarage sind seit ihrer erstmaligen öffentlichen Vorstellung im Jahr 2007 reiflich im Ortsbeirat und in der Stadtverordnetenversammlung beraten und auch im Kommunal- und OB-Wahlkampf immer wieder diskutiert worden. Wir sind bislang nur auf große Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger zu diesem wichtigen Projekt gestoßen, und das ist auch vernünftig“, so Heuser.


Der CDU-Verkehrspolitiker erläuterte das dringende Erfordernis der unterirdischen Garage, um angesichts des übergroßen Mangels an Parkplätzen für Kraftfahrzeuge der Anwohner in diesem Teil des Nordends zusätzliche Stellplätze zu schaffen. „Ich erinnere an den Wegfall der Quartiersgarage am Philanthropin. Die Anwohner leiden unter der oft zeitaufwendigen Suche nach einem Parkplatz, die dann allzu häufig doch leider im Parkverbot, an Straßenkreuzungen oder Zebrastreifen endet. Der Parkplatzsuchverkehr hat in diesem Quartier heute einen viel zu hohen Anteil von 70 Prozent des Verkehrsaufkommens. Wir müssen diesen Druck dringend vermindern, um die Wohnqualität rund um die Glauburgstraße zu erhalten. Die neue Tiefgarage wird dort deshalb nicht nur dringend benötigte zusätzliche Parkplätze schaffen, sondern auch einen nennenswerten Beitrag zur Verkehrsberuhigung und damit auch zur Reduzierung von Feinstaubemmissionen leisten“, zeigte sich Heuser überzeugt.

Wie richtig das Konzept der Quartiersgaragen für die verkehrliche Entlastung innenstadtnaher Stadtteile sei, zeige sich etwa am Beispiel der Garage „Rosengärtchen“ am Prüfling in Bornheim. „Die dort für Dauermieter existierenden 100 Parkplätze waren in Rekordzeit schon vor der Eröffnung vergeben“, so der Stadtverordnete.

Heuser gab überdies zu bedenken, dass zusätzliche und bezahlbare Parkflächen nötig sind, um einer Gentrifizierung des Nordends vorzubeugen. „Wir wollen nicht, dass eine soziale Auswahl getroffen wird zwischen Bürgern, die kein Auto benötigen oder sich teure private Stellplätze leisten können, und Familien mit Normalverdienst, die auf einen Pkw angewiesen sind, aber nur mit großem Aufwand einen Parkplatz finden und aus diesem Grund weg- oder gar nicht erst zuziehen“. Heuser stellte in diesem Zusammenhang klar, dass die derzeit kursierenden Mietpreise von 120 Euro pro Monat für einen Parkplatz unter der Glauburgschule reine Phantasieprodukte seien: „Mit 60 Euro pro Platz und Monat entspricht der vorgesehene Mietpreis dem Satz, der auch in dezentralen Stadtteilen ortsüblich ist“.

Die CDU-Fraktion, so Heuser weiter, sei der Auffassung, dass zusätzlich zu den genannten Gründen der Reiz dieses Projektes von der gestalterischen und funktionalen Aufwertung des Straßenraums in Kombination mit dem Bau der sowohl schulisch als auch für Vereine nutzbaren Einfeldturnhalle und einer dringend benötigten Kindertageseinrichtung mit 50 Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren ausgehe. „Wir sind überzeugt, dass nach Fertigstellung des Projekts die Richtigkeit dieser Entscheidung für die Quartiersgarage deutlich werden wird“, so Heuser abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben