Becker: Der Sozialismus löst nicht die Probleme der Luftverkehrswirtschaft

Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU, Stadtkämmerer
Stadtrat Uwe Becker, Kreisvorsitzender der Frankfurter CDU, Stadtkämmerer
Frankfurt am Main, 6. Dezember 2012 - „Der Sozialismus löst nicht die Probleme und Herausforderungen der Luftverkehrswirtschaft, von daher sind auch die Forderungen von Oberbürgermeister Feldmann nach „weniger Betriebswirtschaft“ und einer höheren Beteiligung des Bundes bei Fraport und der Lufthansa absoluter Unfug“, so reagierte heute der Kreisvorsitzende der Frankfurter CDU, Uwe Becker, auf die Forderungen des Frankfurter Oberbürgermeisters, die dieser im Rahmen der Veranstaltung „Rotes Sofa“ von Frankfurter Sparkasse und Frankfurter Neue Presse  vorgetragen hatte.

Es zeuge von „einer gefährlichen Unkenntnis und Unwissen in einem für die Stadt Frankfurt enorm wichtigen Wirtschaftsbereich“, wenn Oberbürgermeister Feldmann die Wettbewerbssituation von Fraport und Lufthansa durch höhere Staatsbeteiligungen verbessern wolle. Auch wenn man etwa die Argumentation von Lufthansa aufnimmt und zu Recht kritisiert, dass etwa arabische Airlines wie Emirates ein Überangebot in Europa schafften und dies nur möglich sei, weil milliardenschwere Petro-Dollar eingesetzt würden, sei die Antwort darauf nicht die Verstaatlichung der Lufthansa. Becker wies in diesem Zusammenhang auf die Forderungen des Vorstandsvorsitzenden der Lufthansa, Dr. Franz hin, der sich für „Kapazitätsgrenzen“ für diese wettbewerbsverzerrend auftretenden Airlines ausgesprochen hatte, nicht jedoch für eine höhere Bundesbeteiligung.

 
Gleichzeitig kritisierte Becker das Festhalten Feldmanns an seiner Forderung nach einem Flugverbot in den Randstunden von 22-23 Uhr und von 5-6 Uhr.

„Wir alle sind aufgefordert, uns für die Abmilderung der Folgen des Flughafenausbaus auch weiterhin engagiert einzusetzen. Wer jedoch den Flugverkehr in den Randstunden verbieten will, wie dies Herr Feldmann fordert, legt die Axt an die internationale Rolle, die der Frankfurter Flughafen spielt und damit auch an tausende von Arbeitsplätzen. Es geht in dieser Diskussion nicht alleine um den Flugverkehr in diesen beiden Stunden, sondern um das Funktionieren der heutigen Drehscheiben-Funktion insgesamt, weil Anschlussflüge und Zubringerverkehre über den gesamten Tag in Abhängigkeit gerade auch von den Transkontinentalverbindungen stehen, die in diesen Randstunden besondere Bedeutung haben. Auch die Zahl der Destinationen, die von Frankfurt aus erreichbar sind, hängt von dieser Rolle ab. Es geht also um die Frage, ob Frankfurt weiter eine internationale Drehscheibe bleibe oder zu einem Regionalflughafen werde. Dann würde man allerdings erst recht den arabischen Zielsetzungen in die Hände spielen, die Drehkreuze wie Dubai weiter gegenüber Europa stärken wollen“, so Becker abschließend.

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