Wiesmann: Landesregierung reagiert auf drohenden Fachkräftemangel

Kooperationsvereinbarung zur Fachkräftesicherung zwischen Land Hessen und der autonomen Gemeinschaft Madrid sowie Online-Schaltung des Internet-Fachkräfteportals „www.work-in-hessen.de“ sind wichtige Schritte

Bettina M. Wiesmann MdL
Bettina M. Wiesmann MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 6. November 2012 - Als „wichtigen Schritt zur Lösung der Fachkräfteproblematik“ bezeichnete die Frankfurter Abgeordnete und familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Bettina M. Wiesmann, die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur Fachkräftesicherung zwischen dem Land Hessen und der autonomen Region Madrid. Ziel der Vereinbarung ist es, die Mobilität von Fachkräften zwischen beiden Regionen zu verstärken.

„Hessen ist unter den deutschen Flächenländern dasjenige Land, das sich dem internationalen Austausch am stärksten geöffnet hat. Rund 50 Prozent des Inlandsproduktes wird durch den internationalen Austausch erwirtschaftet. Diese starke Außenwirtschaftsorientierung eröffnet jungen ausländischen Fachkräften beste Entwicklungsmöglichkeiten und prägt gerade auch den Frankfurter Arbeitsmarkt“, erklärte Wiesmann.

Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet des europäischen Arbeits- und Ausbildungsmarktes soll sich beispielsweise auf folgende Bereiche erstrecken: Stärkung der Mobilität der Fachkräfte, insbesondere junger Menschen, durch eine Verbesserung der Sprachkompetenz; Steigerung der Attraktivität betrieblicher Qualifizierungen durch eine verstärkte Unterstützung und Weiterentwicklung der dualen Ausbildung in der Autonomen Region Madrid; Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Hochschulbereich zur Förderung der Mobilität spanischer und hessischer Studierender und Dozenten.

 

Im Rahmen der Vereinbarung wurden 15 konkrete Pilotprojekte vereinbart. Darunter sind:
 

• das Pilotprojekt der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern: duale Ausbildung von 20 jungen Menschen aus der Autonomen Region Madrid im Hessischen Handwerk

• das Pilotprojekt des Hessischen Sozialministeriums gemeinsam mit der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit, der Liga der freien Wohlfahrtspflege und des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste zur Gewinnung von Pflegefachkräften: Bereitstellung eines Kontingents von Arbeitsstellen im Bereich der ambulanten Altenpflege sowie in Altenpflegeeinrichtungen in drei hessischen Regionen für 100 Fachkräfte aus der Autonomen Region Madrid

• das Pilotprojekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung zur Organisation von Willkommenskursen, die neben Informationen über Hessen nützliche Informationen rund um Visum, Umzug, Einleben und Familie, einen Ratgeber „Arbeiten in Deutschland“ (zum Beispiel Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Steuer) sowie berufsbezogene Deutschkurse umfassen. Voraussetzung ist, dass Arbeits- und Ausbildungsverträge mit hessischen kleinen und mittleren Unternehmen geschlossen wurden und sich die Unternehmen finanziell engagieren. Für gewerbliche Fachkräfte können ergänzende Qualifizierungsmaßnahmen, zum Beispiel in den Berufsbildungszentren des Handwerks, angeboten werden.
 

„Die ebenfalls in Madrid vorgenommene Online-Schaltung des Internet-Fachkräfteportals www.work-in-hessen.de /www.trabajar-en-hessen.es, das allen Interessenten in spanischer Sprache umfassende Informationen über Arbeitsmöglichkeiten in Hessen bietet, ist ein weiterer Beleg dafür, dass die hessische Landesregierung erfolgreich neue Lösungen auf den Weg bringt, um der Fachkräfteproblematik entschieden entgegenzuwirken – wie man sieht, auch über die Grenzen Hessens hinaus. Frankfurt mit seiner starken wirtschaftlichen Außenorientierung und seinem hohen Fachkräftebedarf wird in jeder Hinsicht zu den Nutznießern dieser Politik zählen“, so Wiesmann abschließend.

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