Erika Steinbach begrüßt Erleichterungen für Vereine und ehrenamtlich Tätige

Bessere Bedingungen für das Ehrenamt

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 25. Oktober 2012. Die Bundesregierung wird die steuerfreie Pauschale für Übungsleiter anheben.

Vorgesehen ist, die steuerfreie Pauschale von derzeit 2100 Euro auf künftig 2400 Euro im Jahr anzuheben. Sie umfasst auch vergleichbare Tätigkeiten in gemeinnützigen Vereinen oder Einrichtungen. Die Ehrenamtspauschale für Platzwarte oder Vereinsvorstände soll von 500 auf 720 Euro steigen. „Ohne gemeinnütziges Engagement wäre unsere Gesellschaft ärmer. Die

Bundesregierung tut gut daran, die wertvolle Arbeit der Ehrenamtlichen und ihrer Organisationen auch steuerlich zu unterstützen. Höhere Freibeträge für Übungsleiter und Ehrenamtliche schaffen etwas mehr Luft, ohne die Vereine vor große Probleme zu stellen.“
 

Die Bundesregierung wirkt mit dieser Maßnahme in viele Lebensbereiche hinein. Ob für den Sport, die freiwillige Feuerwehr, für Kinder, für die Nachbarschaftshilfe oder für den Umweltschutz: Mehr als ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger über 14 Jahre engagieren sich freiwillig. Dieser Einsatz für die Gesellschaft gewinnt immer mehr an Bedeutung.

"Die Menschen entschließen sich oft spontan und uneigennützig dazu mitzumachen. Sie übernehmen Funktionen und Arbeiten, um anderen vieles zu ermöglichen. Komplizierte Regelungen, auf die sie in ihrer Arbeit treffen, bilden dabei für die Freiwilligen eine Hürde für ihren Einsatz. Durch die Verfahrenserleichterungen wird ihnen ihr ehrenamtliches Engagement leichter gemacht.“
 

Gemeinnützige Vereine oder Stiftungen erhalten zudem Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Zuschüssen, Spenden oder auch durch Veranstaltungen. Dieses Geld dürfen sie ausschließlich für ihre gemeinnützigen Zwecke verwenden. Zum Beispiel für die Miete eines Vereinsheimes, für Geräte und Materialien, für die Aufwandsentschädigungen an Übungsleiter und andere Ehrenamtliche oder für ihre Jugendarbeit. Die Bundesregierung will an mehreren Stellen steuerliche Regelungen vereinfachen und so die Vereinsarbeit erleichtern.
 

Im Einzelnen:

Die Frist zur Mittelverwendung wird um ein Jahr verlängert. Bisher müssen Vereine und andere gemeinnützige Organisationen ihre Einnahmen
grundsätzlich im folgenden Jahr für ihre gemeinnützigen Zwecke ausgeben.
 

Die Bildung einer "freien Rücklage" wird erleichtert: Ein Teil der Einnahmen kann unter engen Voraussetzungen zurückgelegt werden. Nicht
ausgeschöpfte Mittel können künftig zwei Jahren vorgetragen werden.
 
Wiederbeschaffungsrücklage gesetzlich festgelegt: Damit wird die bisherige Verwaltungspraxis gesetzlich festgeschrieben. Die Rücklagenbildung für teurere Ersatzinvestitionen, zum Beispiel einen neuen Vereinsbus ist damit legal.
 

Erhöhung der Umsatzgrenze für Sportveranstaltungen von 35.000 auf 45.000 Euro. Damit sind kleinere Veranstaltungen steuerfrei. Das spart Vereinen bürokratischen Aufwand. Bei höheren Umsätzen müssen alle Veranstaltungen voll versteuert werden.
 

Höhere Freibeträge und Haftungsregelung: Die steuer-und sozialabgabefreie Übungsleiterpauschale soll um 300 Euro auf 2.400 Euro steigen, die allgemeine Ehrenamtspauschale um 220 Euro auf 720 Euro pro Jahr. Von den höheren Freibeträgen sowie vom geringeren bürokratischen Aufwand profitieren 100.000 im Ehrenamt Aktive.
 

Die zivilrechtliche Haftung von ehrenamtlich tätigen Vereinsmitgliedern und Mitgliedern von Vereinsorganen (Vergütung bis maximal 720 Euro/Jahr) soll
beschränkt werden. Damit sollen sie nur bei Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit haften. Diese Haftungsbeschränkung galt bisher nur für Mitglieder des Vorstands

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