Steinbach: Bund unterstützt finanziell die Frankfurter Volkshochschule im Kampf gegen Analphabetismus

657.307 € gehen als Zuwendung an die Volkshochschule Frankfurt am Main

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 19. Oktober 2012 - „In Deutschland gehen wir von mehr als sieben Millionen Analphabeten aus, die unter uns leben. Unter den sechzig- bis siebzigtausend Jugendlichen, die jedes Jahr deutsche Schulen ohne Abschluss verlassen, befinden sich Zehntausende auf dem direkten Weg in den funktionalen Analphabetismus.

Innerhalb der entwickelten Industriestaaten mit ihren hohen Anforderungen an die Beherrschung der Schriftsprache“, so Erika Steinbach, „verbauen die dort vorhandenen Defizite viele Chancen im Leben. Gerade im Arbeitsleben zeigen Analphabeten eine unglaubliche Kreativität, wenn es darum geht, ihre Lese- und Schreibprobleme vor der Mehrzahl der Kollegen zu verschleiern. Die Bemühungen, dies zu verstecken, unentdeckt zu bleiben, rauben Energie, verschwenden Kraft und führen in Abhängigkeiten, die in aller Regel auch nicht förderlich sind.“

 

Bereits am 16. Dezember 2011 hätten sich Bund und Länder auf eine nationale Strategie zur Verringerung der Zahl von funktionalen Analphabetinnen und Analphabeten in Deutschland geeinigt, deren Förderschwerpunkt „arbeitsplatzorientierte Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener“ mit rund 20 Millionen € ausgestattet sei. „Mich freut besonders, dass sich die Volkshochschule Frankfurt am Main für eine Zuwendung qualifizieren konnte. Das mit rund 650.000 € geförderte Projekt „Basisbildung für Arbeit, soziale Integration und Chancen“ ist in diesen Tagen angelaufen und wird bis zum 30. September 2015 dauern.“
 
Abschließend betonte Erika Steinbach: „Jede wirksame Hilfe für einen Analphabeten ist gleichzeitig ein großer Gewinn für die Gemeinschaft, da der Betroffene seine Kraft von da an besser für sich und andere einsetzen kann.“

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