Steinbach: Druck auf Christen nimmt immer mehr zu

Verfahren wegen angeblicher Blasphemie in Ägypten

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 8. Oktober 2012 - Seit Bekanntwerden des islamfeindlichen Mohammed-Films wurden allein gegen Kopten in Ägypten mindestens 17 Verfahren wegen angeblicher Blasphemie eröffnet. Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach:

„Der Druck auf Christen in muslimischen Ländern ist deutlich angewachsen. Christen werden immer öfter Opfer von Gewalt, Diskriminierung oder von politisch religiös gesteuerten Gerichtsverfahren.

Sichtbares Signal dafür ist eine Zunahme von Blasphemie-Anzeigen. Allein in Ägypten wurden mindestens 17 derartige Verfahren gegen Kopten seit Bekanntwerden des islamfeindlichen Mohammed-Films eröffnet.

In Pakistan wurde erst vor kurzer Zeit eine pakistanische Christin wegen angeblicher Blasphemie angezeigt und dann wieder unter Auflagen freigelassen. In Ägypten wurden vergangene Woche sogar zwei Kinder der Blasphemie beschuldigt. Sie wurden zwar nach kurzer Zeit wieder freigelassen, aber der Sachverhalt als solcher ist alarmierend.

Diese Fälle stehen exemplarisch für den ansteigenden Druck, ja Hass gegenüber Christen in mehrheitlich muslimischen Ländern. Immer öfter werden Christen der Blasphemie beschuldigt, um letztlich religiöse Konflikte zu verschärfen.“

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