Heuser/Loizides: Fechenheim präsentiert sich mit neuem Schwung

Treffen der CDU-Fraktion mit der Bürgerinitiative „Zukunft Fechenheim“

Christiane Loizides, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Christiane Loizides, wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 25. September 2012 - Die CDU-Fraktion hat sich im Stadtteil Fechenheim zu einem Gespräch mit der Bürgerinitiative (BI) „Zukunft Fechenheim“ getroffen. Wie der Fraktionsvorsitzende Helmut Heuser und die wirtschaftspolitische Sprecherin Christiane Loizides mitteilen, sei ein konstruktiver Dialog begonnen worden mit dem gemeinsamen Ziel, die erkennbaren Aufwärtsbewegungen in Fechenheim zu verstetigen.

„Wir wollen, dass Fechenheim ein lebendiger, aktiver Stadtteil bleibt. Dazu ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger wichtig und bereits erfolgreich“, sagte Heuser unter Bezugnahme auf die vorhandenen Initiativen der BI selbst, der Hauseigentümer und Geschäftsleute sowie des Kunst- und Kulturvereins „Polymer“. Insbesondere die Kooperation zur gemeinsamen Vermarktung der Einzelhandelsflächen an der Einkaufsstraße Alt-Fechenheim unter Ausschluss von Spielhallen, Wettbüros und anderen problematischen Nutzungen sei ein zukunftsweisendes Zeichen.

„Diese Initiative wird die Nahversorgung für den Stadtteil verbessern und den gewerblichen Mittelstand stärken“, zeigte sich auch Loizides überzeugt. Erste Erfolge seien bereits mit der neuen Metzgerei, dem Shop „Bücher vor Ort“ und der originellen Tauchschule zu verzeichnen. „Das sind neue Arbeitsplätze in Fechenheim und für Fechenheim“, so die Stadtverordnete, die zugleich auf die städtischen Leistungen zur Stärkung des Fechenheimer Ortskerns hinwies. Von den Gesprächsteilnehmern anerkannt wurde die gute Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH und die ausgesprochen positive Anschubwirkung der beiden von der Stadt gemeinsam mit dem Land Hessen und der Europäischen Union finanzierten Förderprogramme „Aktive Kernbereiche“ und „Lokale Ökonomie“. So konnten 2011 allein über das EU-Programm „Lokale Ökonomie“ für zehn Fechenheimer Unternehmen Investitionskostenzuschüsse in Höhe von 220.000 Euro für eine Gesamtsumme von 516.000 Euro gewährt werden.

„Auf diese Weise sind 50 Arbeitsplätze erhalten oder geschaffen worden“, erläuterte Loizides. Aus dem Programm „Aktive Kernbereiche“ würden bis 2015 rund 9,3 Millionen Euro in Projekte in Fechenheim fließen. Beide Seiten waren sich allerdings einig, dass die Information über die Entwicklung der einzelnen Projekte und den Abfluss der Mittel noch verbessert werden können. „Diese Programme locken Existenzgründer, animieren bestehende Firmen zum Umzug nach Fechenheim, ermutigen zu betrieblichen Modernisierungen und schaffen am Ende neue Arbeits- und Ausbildungsplätze. Genau diesen positiven Trend braucht Fechenheim. Deshalb müssen diese Förderprogramme weiter zügig und transparent umgesetzt werden“, sagte Heuser.

 

Zufrieden zeigten sich die BI-Vertreter mit der für das Image von Fechenheim wichtigen und wunderbar gelungenen Erneuerung der Fechenheimer Mainuferpromenade. „Hier hat die Stadt rund zwei Millionen Euro investiert, Direktzugänge zum Main für Wassersportler geschaffen und eine herrliche neue Pappel-Allee mit Aussichtskanzeln angelegt, die einen schönen Blick in die Uferlandschaft ermöglichen“, zeigte Heuser auf. Eine gute Infrastruktur für die Freizeit sei dabei ebenso bedeutsam wie die Verkehrsanbindung des östlichsten Frankfurter Stadtteils. Heuser bekräftigte gegenüber der BI, dass die Anbindung Fechenheims mit der Straßenbahnlinie 11 nicht gefährdet sei. „Der Bau der nordmainischen S-Bahn mit dem Haltepunkt in Höhe der Ernst-Heinkel-Straße hat für uns höchste Priorität. Der Frankfurter Finanzierungsanteil am Gesamtprojekt ist jedenfalls gesichert“, bekräftigte Heuser.
 

Der Betrieb des neuen Braunkohlestaubkraftwerks der Allessa-Chemie schließlich bildete einen deutlichen Schwerpunkt des Gesprächs mit der BI. Dabei wurden die durchaus unterschiedlichen Positionen in sachlicher Atmosphäre ausgetauscht. Die BI bekräftigte gegenüber der CDU-Fraktion ihren kritischen Standpunkt zu den Auswirkungen der neuen Anlage auf die Luftqualität und machte deutlich, dass die derzeit anhängigen juristischen Verfahren noch nicht abgeschlossen seien und seitens der BI begründete Zweifel an der Umweltverträglichkeit, dem zeitgemäßen Stand der Technik sowie der Wirtschaftlichkeit bestünden. Dazu sagte Fraktionschef Heuser: „Wir wollen auch, dass Industrieunternehmen die Grenzwerte einhalten. Es ist vor diesem Hintergrund gut und wichtig, dass Allessa-Chemie und die Anwohner zwischenzeitlich in Dialog gekommen sind. Mit Blick auf die guten Erfahrungen mit dem Gesprächskreis Höchster Nachbarn für die Werke Griesheim und Höchst können wir nur ermuntern, dies auch in Fechenheim beharrlich fortzusetzen. Die neue Braunkohlestaubfeuerungsanlage im Industriepark Fechenheim verunsichert die Anwohner aber weiterhin wegen des Quecksilbergehaltes der Abgase. Deshalb wollen wir prüfen lassen, ob der Betreiber des Kraftwerks einen Rauchgasfilter zur Senkung der Quecksilberemissionen einbauen muss.

Auch muss zur Einhaltung der Emissionswerte gewährleistet sein, dass der dritte Kessel nicht gleichzeitig mit den beiden anderen betrieben werden kann und verlässlich abgeriegelt ist. Dies war Voraussetzung des vereinfachten Genehmigungsverfahrens. Denn unabhängig davon, dass wir uns als CDU klipp und klar zum Chemiestandort Fechenheim mit seinen Arbeitsplätzen bekennen, sind wir der Meinung, dass sich effiziente Industrieanlagen und ökologische Standards nicht gegenseitig ausschließen“.

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