Caspar: Hessen beteiligt sich an Forschungsprojekt zur Aufklärung des Schicksals der Todesopfer an der innerdeutschen Grenze

„Geschichtliche Aufarbeitung der SED-Diktatur ist noch nicht abgeschlossen“

Ulrich Caspar MdL
Ulrich Caspar MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 20. September 2012 - Mit dem Schwerpunktprojekt ‚Politisch-Historische Aufarbeitung der SED-Diktatur‘  in der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ) unter der Leitung von Jutta Fleck wird die Bedeutung der Aufarbeitung für die Hessische Landesregierung deutlich.

„Durch dieses Projekt wurde in den letzten drei Jahren viel Aufklärungsarbeit über die SED-Diktatur geleistet. Tausende Bürgerinnen und Bürger in Hessen, vor allem aber auch viele Schüler und Jugendliche konnten in Gesprächen und Erzählungen von Opfern mehr über das Unrechtsregime erfahren“ sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Ulrich Caspar, anlässlich der Bilanz nach drei Jahren HLZ-Projekt „Politische-historische Aufarbeitung der SED-Diktatur“.Darüber hinaus wies der CDU-Politiker auf ein neues Forschungsprojekt hin, das unter Beteiligung Hessens in diesem Jahr anläuft. „Mit der Unterstützung des Forschungsprojektes ‚Die Opfer des DDR-Grenzregimes‘ wollen wir dazu beitragen, die Geschichte der SED-Diktatur weiter aufzuarbeiten. Zwar ist schon vieles über das SED-Regime bekannt, aber wir wissen nicht genau, wie viele Menschen an der innerdeutschen Grenze ums Leben gekommen sind“.

Hessen beteiligt sich in diesem Jahr an der Anschubfinanzierung des Projekts. Das Projekt läuft bis Ende 2015 und wird durch die Bundesregierung, gemeinsam mit den Ländern Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Hessen gefördert. „Es ist wichtig, den Opfern einen Namen und ein Gesicht zu verleihen. Mit dem Forschungsprojekt soll die Zahl und das Schicksal der Grenztoten erarbeitet werden. Das ist ein weiterer Beitrag gegen das Vergessen und die Verharmlosung. Es soll erneut aufgezeigt werden, wie unmenschlich und brutal das Grenzregime vorgegangen ist“, so Caspar. Hessen und Thüringen waren auf einer Länge von 270 Kilometern durch die innerdeutsche Grenze getrennt.

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