Schneider: Dialog hat zu guter und einvernehmlicher Lösung im Wald geführt

„Fairen Interessenausgleich gewährleisten“

Jan Schneider MdL
Jan Schneider MdL
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 19. September 2012. „Der Dialog war erfolgreich. Die vielen unterschiedlichen Interessen im Wald konnten unter Führung der Landesregierung zusammengeführt und zu einem einvernehmlichen Ergebnis geführt werden.

Damit ist die hitzige Debatte um das Betretungsrecht beendet und zu einem guten Ergebnis geführt“, erklärte heute der für den Frankfurter Nordosten zuständige Landtagsabgeordnete Jan Schneider anlässlich der Ergebnisse des Runden Tisches zum Waldgesetz, zu dem das hessische Umweltministerium in Reaktion auf kontroverse Debatten um das allgemeine Betretungsrecht im Wald eingeladen hatte. Insbesondere über die Frage, welche Wege im Wald mit dem Fahrrad befahren werden dürfen, waren in der Vergangenheit viele Diskussionen entbrannt. Der Runde Tisch hat sich nun einvernehmlich und unter Zustimmung aller betroffenen Verbände auf Leitlinien für die künftige Ausgestaltung des Waldbetretungsrechts geeinigt.

 

„Es war wichtig, dass die beteiligten Interessengruppen – von den Naturschutz-Gruppen über Wander- oder Radfahrverbände bis hin zu den Waldeigentümern – wieder miteinander statt übereinander gesprochen haben. So konnte gegenseitiges Verständnis geweckt und die Interessen abgewogen werden. Dass man sich letztlich, trotz widerstreitenden Interessenlagen auf gemeinsame Ziele und Eckpunkte einigen konnte, zeigt, dass Dialog und Ausgleich noch immer die besten Wege sind, Konflikte zu entschärfen. Dies hat hier in vorbildlicher Weise geklappt“, so der Frankfurter CDU-Politiker. Bezüglich des Radfahrens im Wald wurde deutlich gemacht, dass im Prinzip auch in Zukunft der Wald für alle Besuchergruppen nutzbar sein solle und dass hierfür gegenseitige Rücksichtnahme der Nutzer aufeinander und auf die Natur notwendig sei. Man kam daher überein, dass Radfahren oder Reiten nur auf offiziell angelegten, befestigten oder naturfesten Wegen möglich sein soll, auf denen gefahrloser Begegnungsverkehr der Waldbesucher erfolgen kann. Damit sollen vorhandene Nutzungskonflikte abgebaut und entschärft werden.
 

Hinsichtlich des Waldbetretungsrechtes für Gruppen wurde die ursprüngliche Intention des Gesetzgebers verdeutlicht, wonach es auch zukünftig keine Einschränkungen für kleinere Gruppen im Wald geben soll. Veranstaltungen, die nach Art und Umfang zu einer Beeinträchtigung des Waldes führen können, bedürften wie bisher aber weiterhin der Zustimmung des Eigentümers. Dies gelte auch für kommerzielle Veranstaltungen. Hierzu sei eine klare Definition vorgesehen, die regele, was eine Beeinträchtigung im Sinne des Gesetzes sei. „Mit den jetzt gefundenen gemeinsamen Leitlinien haben wir einen Rahmen der sicherstellt, dass alle Interessen ausgewogenen berücksichtigt wurden. So kann der Wald auch in Zukunft seine unterschiedlichen Aufgaben als Erholungsraum für die Bürger, als Umwelt- und Naturraum und als Wirtschaftsraum für die Eigentümer erfüllen. Es ist daher allen zu danken, die sich konstruktiv und letztlich erfolgreich an der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung beteiligt haben. Als Landtagsabgeordneter aus dem Frankfurter Nordosten bin ich sehr erleichtert, dass wir dieses Ergebnis erzielen konnten, denn für viele Menschen im Frankfurter Nordosten stellt gerade der Taunus mit dem Feldberg, dem Frankfurter „Hausberg“, ein sehr beliebtes und zugleich wichtiges Naherholungsgebiet dar, das viele Bürgerinnen und Bürger in seiner gewohnten Form gefährdet sahen“, so Jan Schneider abschließend.

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