Steinbach: Alternativmethoden zum Tierversuch - Bund fördert Frankfurter Forschung

298.195,20 € gehen als Zuwendung an Johann Wolfgang Goethe-Universität und 289.648,00 € gehen an ein Projekt der GenXPro GmbH aus Frankfurt

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 18. September 2012.„Tierschutz ist eine beständige Aufgabe und Teil der Verantwortung, die wir gegenüber Mensch und Umwelt haben“, so Erika Steinbach, „deshalb ist eine tierschonende Umgestaltung der Forschungslandschaft äußerst wünschenswert.“

Aus Mitteln des Bundes werden über das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gefördert, die das Ziel haben, belastende Behandlungen von Tieren durch Alternativmethoden zu ersetzen oder zumindest zu ergänzen. Nach dem 3R-Konzept nach Russel und Burch (1959) sind damit Testverfahren gemeint, die entweder einen vollständigen Verzicht auf die Nutzung von Tieren oder zumindest eine Reduzierung der Anzahl der verwendeten Tiere bzw. eine Minderung des Belastungsgrades der Tiere erlauben.

 

„Ich freue mich, dass die Frankfurter Forscher, die auf diesem Gebiet führend gute Arbeit leisten, in der Projektlaufzeit vom 1. August 2012 bis zum 31. Juli 2015 Bundesmittel erhalten, die ihre Arbeit auf diesem wichtigen Gebiet möglichst erfolgreich vorantreiben können.“ In dem Verbundprojekt soll eine tierversuchsfreie Methode zum Test hormonell wirksamer Umweltchemikalien entwickelt werden, die die Verwendung von Versuchstieren erheblich einschränkt, schmerzempfindungsfreie Stadien von sich entwickelnden Individuen abdeckt und hochempfindliche, aussagekräftige Vorhersagen des Wirkmechanismus von Chemikalien auf sich entwickelnde Gonaden liefert.
 

„Wir haben in Deutschland eines der weltweit strengsten Tierschutzgesetze eingeführt. Der Tierschutz nimmt in der Politik der Unionsfraktion einen hohen Stellenwert ein. Wir möchten unsere hohen Tierschutz- und Umweltstandards auch innerhalb der EU durchsetzen. Gleichzeitig dürfen wir auf anderen Gebieten nicht nachlassen, damit das Ziel - die Tiere zu schützen - umgesetzt wird. Notwendige Tierversuche können Menschenleben retten oder Menschen vor schwersten Schäden bewahren. Unnötige Tierversuche entfallen hoffentlich. Unser Ziel ist es, so viele Tierversuche wie möglich überflüssig zu machen und nicht stattfinden zu lassen.“

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