Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Frankfurt am Main, 13. September 2012 - Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt, Ulf Homeyer, übt erneut heftige Kritik an der geplanten Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Diese sei "Gift" für den Finanzstandort Frankfurt und könne drastische Folgen für den Wohlstand der Stadt und das Land Hessen zur Folge haben.

"Eine Steuer auf Finanztransaktionen macht nur dann Sinn, wenn sie weltweit - zumindest aber unter Einbeziehung Großbritanniens eingeführt wird. Die einseitige Einführung dieser Steuer belastet unsere Finanzindustrie in erheblichem Maß", so der JU Vorsitzende. Es sei davon auszugehen, dass sich das Handelsvolumen ins unbesteuerte Ausland verlagere und die Bedeutung des Finanzplatzes Frankfurt deutlich schwäche. „Davon wären auch viele der ca. 70.000 Arbeitsplätze betroffen, die direkt mit der Finanzindustrie zusammenhängen“, so Homeyer weiter. Neben den institutionellen Anlegern seien aber auch Privatpersonen unmittelbar betroffen, beispielsweise in ihrer Altersvorsorge, die ebenfalls am Kapitalmarkt angelegt werde. Die entsprechenden Produkte würden sich enorm zum Nachteil der Anleger verteuern.

 

Man müsse sich nur den kläglich gescheiterten Versuch Schwedens in Erinnerung rufen, wo man nach kurzer Zeit von der damals eingeführten Steuer wieder Abstand genommen hat. Die berechneten Mehreinnahmen wurden bei weitem nicht erreicht. Die schwedische Finanzindustrie hat sich von den Auswirkungen der Steuer nie wieder erholen können, das gesamte Geschäft habe sich nach London verlagert. Diese Gefahr ginge nun auch Deutschland ein.
 

"Wir sind das Finanzzentrum Deutschlands und dürfen es nicht hinnehmen, dass uns die Einführung einer Finanztransaktionssteuer ohne zumindest die Einbeziehung Londons in die Bedeutungslosigkeit katapultiert“, so der Stadtverordnete.
 

Grundsätzlich sei man regulatorischen Maßnahmen, die die Finanzmarktakteure an den Kosten der Krise beteiligen, aufgeschlossen und halte diese für richtig und wichtig. Allerdings sollten solche Regularien auch tatsächlich die Wirkung entfalten, die man sich vorstelle und nicht eine gesamte Industrie benachteiligen.
 

Es gelte den Finanzplatz Frankfurt vor der Gefahr fraglicher Steuermaßnahmen zu schützen. Ein entsprechender Antrag sei hierzu bereits in die CDU Fraktion eingebracht worden.

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