Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 10. September 2012 - Die wegen Gotteslästerung angeklagte junge pakistanische Christin Rimsha Masih ist unter Auflagen freigelassen worden. Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Erika Steinbach:

„Die Freilassung der pakistanischen Christin Rimsha Masih ist ein längst überfälliger Akt. Es ist wohl auch den weltweiten öffentlichen Protesten zu verdanken, dass Rimsha Masih vorläufig entlassen und nicht zum Tode verurteilt wurde.

Die Freilassung der Christin ist jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man bedenkt, dass unzählige Christen in Pakistan täglich weiterhin verfolgt werden.

Nichtregierungsorganisationen zufolge gehören Morddrohungen gegen Pastoren und Gemeindeleiter zum Alltag. Immer wieder kommt es zu Angriffen und Beschädigungen von kirchlichem Eigentum. Die pakistanischen Blasphemie-Gesetze selbst sind berüchtigt und werden immer wieder gegen Christen eingesetzt.

Weltweit werden in Asien, Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt. Daher dürfen wir im Kampf gegen die weltweite Christenverfolgung nicht nachlassen."

Hintergrund:
Frau Rimsha Masih wurde wegen angeblicher Blasphemie am 16. August 2012 verhaftet. Hierfür droht in Pakistan die Todesstrafe. Einem Gutachten zufolge soll sie 14 Jahre alt sein und einen niedrigen Intelligenzquotienten haben. Einem Imam wird vorgeworfen, dass dieser den von Rimsha Masih verbrannten Papieren Seiten aus dem Koran hinzugefügt habe.

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