Kein Aussortieren menschlichen Lebens

Kreisvorsitzender Becker kritisiert Bluttest auf Down-Syndrom

Uwe Becker, Kreisvorsitzender der CDU Frankfurt
Uwe Becker, Kreisvorsitzender der CDU Frankfurt
Frankfurt am Main, 6. August 2012 - Der neue Bluttest, mit dem bei Schwangeren festgestellt werden kann, ob bei einem ungeborenen Kind das Down-Syndrom, also die Chromosomenerkrankung Trisomie 21 vorliegt, wurde heute vom Kreisvorsitzenden der Frankfurter CDU, Uwe Becker, deutlich kritisiert. Die Einführung dieses Tests ist von Seiten der Herstellerfirma für Deutschland in den kommenden Wochen vorgesehen. Vor wenigen Tagen hatten die Behörden in Baden-Württemberg, dem Sitz der Herstellerfirma, mitgeteilt, dass dem Inverkehrbringen des Tests nichts mehr im Wege stünde.

„Der Test ermöglicht auf recht unkomplizierte Weise die Feststellung, ob eine Erkrankung mit Trisomie 21 vorliegt. Damit ermöglicht er auf gleich unkomplizierte Weise auch das Aussortieren von Menschen und dies kann und darf nicht die Richtung sein, in die unsere Gesellschaft sich hin entwickelt“, betonte Becker.
„Gesund gleich gut und Krank gleich schlecht darf nicht die Gleichung unserer Gesellschaft für die Werthaltigkeit menschlichen Lebens sein“, so Becker.
Bei allem Verständnis für die besonderen Umstände, unter denen bereits heute in dieser Frage diagnostische Verfahren Anwendung finden, dürfe der Weg nicht in eine immer zielgerichtetere Trennung in lebenswerte und nicht lebenswerte Menschen gehen.
„Eine barrierefreie Gesellschaft muss auch in den Köpfen Schranken abbauen und sollte Menschen mit Behinderungen als Bereicherung und nicht als bloße Last oder Kostenfaktor begreifen. Darauf die Anstrengungen zu konzentrieren, ist humanes Handeln und nicht das fortlaufende Streben nach einer vermeintlichen ´Perfektionierung´, die jedoch dabei ihre Menschlichkeit verliert“, so Becker abschließend.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben