Steinbach: Neuregelung für Minijobs

Eine gute Nachricht für alle Minijobber.

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 6. Juni 2012 - Die christlich-liberale Koalition hat sich darauf verständigt, die Situation für die Minijobber zu verbessern und die Grenze von 400 auf 450 Euro zu erhöhen.

Damit erhöhen wir zugleich ihre soziale Sicherheit. Minijobber sollen künftig grundsätzlich voll in der Rentenversicherung abgesichert sein und können damit u. a. Ansprüche auf die Erwerbsminderungsrente erwerben und die Vorteile der Riester-Förderung in Anspruch nehmen. Der pauschale Rentenversicherungsbeitrag des Arbeitgebers soll auf 19,6 Prozent aufgestockt werden. Es bleibt auch in Zukunft dabei, dass alle, die einen Zweitjob haben, auch in Zukunft ihren Hinzuverdienst nicht mit dem Haupteinkommen besteuern müssen. Für diese Gruppe wird die Aufnahme einer zusätzlichen Tätigkeit damit noch attraktiver.

 

Eine ähnliche Regelung wird auch für die sog. Midijobber gelten. Für sie steigt die Verdienstgrenze von 800 auf 850 Euro. Wichtig war der CDU/CSU vor allen Dingen die Verbesserung der sozialen Absicherung. Damit korrigieren wir auch gewisse soziale Härten der damaligen rot-grünen Bundesregierung, die die Minijobs eingeführt hatte. Ein Anliegen der christlich-liberalen Koalition ist, dass es anders als zu rot-grünen Zeiten durch die Neuregelung nicht zu einer Ausweitung bei der Zahl der der Minijobs und Midijobs kommt. Entscheidend ist, dass die meisten Beschäftigungsverhältnisse heute voll sozialversicherungspflichtig entstehen.
 

Es hat viel mit unternehmerischer Solidarität zu tun, auch in Zukunft auf die Schaffung von voll sozialversicherungspflichtigen Jobs zu bauen und Minijobs als ergänzendes Mittel zu sehen. Einen Rückfall in rot-grüne Zeiten, wo die Anzahl der Jobs in dieser Kategorie massiv gestiegen sind, darf es nicht mehr geben. Andererseits bin ich froh, dass wir auch Schülern und Studenten, die sich das Taschengeld aufbessern wollen oder den Rentnern, die auch noch ein paar Euro hinzu verdienen wollen, einen verbesserten und sozial gerechteren Rahmen schaffen können.
 

Gerade für junge Menschen wie Schüler und Studenten sind Minijobs eine sehr gute Möglichkeit zum Hinzuverdienst. Abgesehen von der Teilhabemöglichkeit am Arbeitsleben für junge Menschen und für Menschen mit Vermittlungshemmnissen schaffen Minijobs für all jene, die nur ein überschaubares Stundenbudget zur Verfügung haben wie zum Beispiel Hausfrauen und Rentner eine wichtige und unbürokratische Hinzuverdienstmöglichkeit.

Für viele Menschen sind die Minijobs nicht mehr wegzudenken.
 
Es gilt jetzt, die Pläne möglichst schnell umzusetzen, damit möglichst viele Minijobber die Möglichkeit haben, ihren Hinzuverdienst zu erhöhen.
 

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