Senioren-Union: Einzelhandel ist noch nicht ausreichend auf den demografischen Wandel eingestellt

Stadträtin Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Senioren-Union Frankfurt
Stadträtin Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Senioren-Union Frankfurt
Frankfurt am Main, 2. April 2012 - Bezugnehmend auf eine Studie der IHK Frankfurt am Main über „Einzelhandel und demografischer Wandel“ fordert Stadträtin Erika Pfreundschuh als Vorsitzende der Frankfurter Senioren-Union der CDU den Einzelhandel auf, sich verstärkt auf den zunehmenden Bevölkerungsanteil älterer Menschen einzustellen.

„Dabei ist aber nicht nur auf die Kaufkraft der 65plus-Generation zu spekulieren, sondern auf ihre besondere Bedürfnisse einzugehen“, erklärte die Stadträtin. Nach Feststellung der IHK hat sich die Hälfte der Einzelhändler in der Region noch nicht auf die ältere Kundschaft eingestellt. „Wer hierbei zu spät kommt, wird durch schlechteres Geschäft bestraft“, ist sich Preundschuh sicher. Es gehe nicht nur um ein auf Senioren ausgerichtetes Warenangebot mit gut lesbarer Beschriftung und angemessener Verpackungsgröße, sondern auch um die altersgerechte Ausstattung des Ladens – z. B. mit barrierefreier Präsentation der Produkte, Sitzgelegenheiten, Kundentoiletten und guter Ausleuchtung.

Die IHK-Studie gibt dazu eine Reihe von nützlichen Anregungen, die von der Senioren-Union ausdrücklich begrüßt werden. Von zunehmender Bedeutung werden auch Service-Leistungen sein wie Hol- und Bringdienste für Kunden und Waren. Ein besonderes Problem gerade für ältere Menschen ist die ortsnahe Versorgung durch den Einzelhandel. Diese dürfe in Frankfurt, so die Vorsitzende der Senioren-Union, nicht allein durch Smart-Märkte gewährleistet werden, wie sie auf Betreiben der Stadt durch die Werkstatt Frankfurt in einigen Stadtteilen eingerichtet wurden, sondern sei in erster Linie eine lohnende Aufgabe des Einzelhandels.

Inhaltsverzeichnis
Nach oben