Steinbach: Bund fördert Frankfurter Forschung auf dem Gebiet „Seltene Erkrankungen“

177.000 Euro Zuwendung geht an Johann Wolfgang Goethe-Universität

Erika Steinbach MdB
Erika Steinbach MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 25. Januar 2012 - „Seltene Krankheiten bedeuten für die Patienten oft teure Medikamente oder wissenschaftliches Neuland“, so Erika Steinbach, „beides gilt es zu bekämpfen.“

Einen aktiven Beitrag dazu liefere die Forschungsarbeit der Uni Frankfurt, die auf dem Gebiet der Krebs-Forschung Pionierarbeit leiste. Sarkome sind bösartige Tumore, die früh in die Blutgefäße metastasieren und in jedem Lebensalter auftreten können. Es gibt keine effiziente Therapie. Die engagierten Experten des Institutes für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie der Johann Wolfgang Goethe-Universität erhalten vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Zuwendung von 177.247,94 Euro, die eine brauchbare Grundlage für die Forschungsarbeit vom 01.02.2012 bis zum 31.01.2015 liefert.

 
Das geförderte Transnationale Sarkom-Netzwerk (TranSaRNet) gehört damit zu den 12 Forschungsverbünden, die vom BMBF mit rund 20 Mio. € zusätzlichen Mitteln für die Forschung auf dem Gebiet der seltenen Krankheiten ausgestattet werden. Erika Steinbach: „Ob eine Erkrankung „selten“ ist, hängt von den Umständen ab. AIDS war einmal sehr selten, mancherorts ist sie heute die Todesursache Nr. 1. Manche hämorrhagische Fieber sind in Europa selten, was sich schlagartig ändern könnte.“ Generell gilt eine Krankheit als „selten“, wenn nicht mehr als 5 von 10.000 Menschen betroffen sind. Da die Erkrankungen nur selten auftreten, haben Ärzte oftmals wenig Erfahrung bei der Diagnose dieser Krankheiten. Das wiederum kann die Zeitspanne vom Auftreten der ersten Symptome bis zur richtigen Diagnose erheblich verlängern. Dann stehen zudem nur wenige wirksame Medikamente zur Verfügung, weil die geringe Marktgröße wenig Anreiz für die Industrie bietet, entsprechende Arzneimittel zu entwickeln.
 
„Aber: Die Forschungsanreize zeigen Wirkung“, so Erika Steinbach, „erste Stimmen warnen bereits vor der Umwidmung von Mitteln zu Medikamenten gegen seltene Erkrankungen, indem neue Untereinheiten von Krankheiten definiert werden. Das Interesse der Forschung ist geweckt – gut so!“

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