Pfreundschuh: Patientenrechtegesetz ist gut, könnte aber mehr

Stadträtin Erika Pfreundschuh
Stadträtin Erika Pfreundschuh
Frankfurt am Main, 19. Januar 2012 - Der von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) vorgelegte Entwurf zum Patientenrechtegesetz enthält nach Auffassung der Senioren-Union der CDU Regelungen, die gerade für ältere Menschen wichtig sein können.

Stadträtin Erika Pfreundschuh, Vorsitzende der Frankfurter Senioren-Union, weist insbesondere darauf hin, dass nach dem Entwurf „Patienten über Untersuchungen, Diagnose und beabsichtigte Therapie auf verständliche Weise und umfassend informiert werden sollen“. Das habe die Senioren-Union schon lange gefordert, weil es dem Austausch und Vertrauen zwischen Arzt und Patient diene. Indem der Arzt sich deutlicher erklären müsse, werde ihm selber die Sinnhaftigkeit seines Handels bewusster und damit auch zu einem Korrektiv.

Preundschuh würde es allerdings begrüßen, wenn die Information des Patienten auch in verständlicher Sprache schriftlich mitgeteilt würde. „Ältere Menschen könnten dann die vorgesehenen Maßnahmen besser mit ihren Angehörigen beraten, was dem Gefühl der Hilflosigkeit und dem Arzt ausgeliefert zu sein, entgegen wirken würde.“ Positiv sei, dass der Patient bei Behandlungsfehlern in seinen Rechten gestärkt werde und vor allem, dass die Kranken- und Pflegekassen ihre Versicherten bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen unterstützen sollen. „Allerdings hoffe ich“, so die Vorsitzende der Frankfurter Senioren-Union der CDU, „dass bei der Beratung des Gesetzentwurfs im Deutschen Bundestag noch die Bildung eines Härtefall- und Entschädigungsfonds in das Gesetz aufgenommen wird.“ 

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