Siegler: Paris ist das „Smart“-Nahversorgungskonzept kein Begriff

CDU-Fraktion attestiert OB-Kandidat-Kandidat partielle Amnesie

Stephan Siegler, Sozialpolitischer Sprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Stephan Siegler, Sozialpolitischer Sprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 25. November 2011 - Mit ziemlicher Verwunderung hat der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Stephan Siegler, auf die Ankündigung des möglichen Oberbürgermeister-Kandidaten der SPD, Michael Paris, reagiert, der sich um eine bessere Nahversorgung mit Geschäften in den Stadtteilen kümmern möchte.

„Vermutlich hat Stadtrat Paris die eine oder andere Magistratssitzung geschwänzt, um eine seiner PR-Clownerien vorzubereiten. Sonst wäre ihm bekannt, dass die Stadt mit dem Konzept der sogenannten Smart-Märkte längst begonnen hat, Lücken in der Nahversorgung zu schließen“, sagte der Stadtverordnete.


Mit der vom damaligen Wirtschaftsdezernenten Boris Rhein angestoßenen Aktion „Smart-Märkte“ der Werkstatt Frankfurt würden im Kampf gegen eine schlechte Nahversorgung in den Stadtteilen gute Ergebnisse erzielt, so Siegler. „In den Smart-Märkten erhalten nicht nur Langzeitarbeitslose und Personen mit Handicap eine qualifizierende Arbeitsstelle, die Läden bieten mit einem Vollsortiment und Öffnungszeiten bis 20 Uhr auch alles für den täglichen Bedarf. Dort, wo diese Märkte eingerichtet wurden – in den Stadtteilen Sindlingen, Eckenheim und Bonames – werden sie gut angenommen und helfen damit auch Kunden mit eingeschränkter Mobilität, ortsnah, das heißt fußläufig, Lebensmittel zu kaufen“. 

Schließt ein Geschäft, so gebe es dafür Siegler zufolge immer verschiedene Gründe, die meist wirtschaftlicher Natur seien. Die Stadt könne nicht einfach einspringen und die Läden wieder öffnen. „Wir können die Bürgerinnen und Bürger nur dazu aufrufen, vor Ort einzukaufen und damit den bestehenden Einzelhandel nachhaltig zu unterstützen“, gab der Stadtverordnete zu bedenken.
 
„Dass der OB-Kandidat-Kandidat Paris bei der Vorstellung seines Programms vorgestern das Konzept der Smart-Märkte einfach vergessen hat, ist zu seinen Gunsten anzunehmen. Denn als Stadtverordneter der SPD hat er das Projekt ja selbst mit beschlossen. Und auch zu der von ihm an Ort und Stelle mit dramatischer Pose beklagten Schließung der Stadtteilbücherei am Riederwald hat die SPD-Fraktion 2003 selbst den Antrag gestellt. Das ist, an zwei Beispielen aufgezeigt, die von partieller Amnesie geprägte Glaubwürdigkeit von Stadtrat Paris, der sich gerne als ‚Superman‘ verkleidet präsentiert, inhaltlich aber nur die heiße Luft produziert, die ihn vor ein paar Jahren pressewirksam in roter Badehose mit der Luftmatratze über den Langener Waldsee dümpeln ließ“, so Siegler abschließend.

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