Heuser: Die Deutsche Annington steht jetzt im Wort

CDU-Fraktion knüpft Erwartungen an den Start des Hausmeister-Projektes zum 1.1.2012

Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 15. September 2011 - Der CDU-Fraktionsvorsitzende Helmut Heuser und der wohnungsbaupolitische Sprecher Lothar Stapf haben sich in dieser Woche erneut zu Gesprächen mit der Geschäftsbereichsleitung Süd-Südwest der Deutschen Annington GmbH (DA) getroffen.

Die Unterredung fand in der Frankfurter Geschäftsstelle des Wohnungsunternehmens am Riedhofweg statt. Wie im vergangenen März mit der CDU-Fraktion verabredet, berichtete Geschäftsführer Gerhard Faltermeier über die seitdem unternommenen Schritte, das Dienstleistungsangebot der privaten Wohnungsgesellschaft im Hinblick auf Erreichbarkeit und Wohnumfeldpflege zu verbessern.


So teilte Faltermeier den beiden Stadtverordneten mit, das geplante und schon mehrfach öffentlich angekündigte Pilot-Projekt zur Einführung eigener Hausmeister werde am 1. Januar 2012 endlich starten. Die Mieter in den Liegenschaften der DA hatten sich in der Vergangenheit immer wieder über nicht präsente, schlecht erreichbare und unzuverlässige Hausmeister externer Subunternehmen beklagt, die im Auftrag des Wohnungsriesen für die Pflege des Immobilienbestandes tätig sind. Der bundesweit aufgestellte Konzern verfügt allein in Frankfurt am Main über rund 11.000 Wohnungen. Für jeweils circa 500 Wohnungen soll im Pilot-Projekt künftig ein Hausmeister zuständig sein.

Zunächst würden insgesamt sechs Stellen bei einer 100%-igen Tochter des Unternehmens, der Deutschen Annington Dienstleistungs GmbH, geschaffen, eine siebte dann zum 1. April 2012. Die Stellen seien derzeit ausgeschrieben, und bereits am 1. Dezember beginne eine dreiwöchige Schulung des neuen Personals. Laut Ankündigung von Faltermeier solle dieses alle Vor-Ort-Termine im Rahmen der technischen Bestandsbewirtschaftung wahrnehmen, darunter nicht zuletzt die Leistungskontrolle der beauftragten externen Dienstleister. Die zukünftig in Unternehmensfarben gekleideten und damit klar als Annington-Hausmeister erkennbaren Außendienstmitarbeiter sollen aber auch Mietersprechstunden an zentraler Stelle anbieten.
 
„Es stimmt uns zuversichtlich, dass die Deutsche Annington anscheinend verstanden hat, wie wichtig eine ortsnahe Betreuung der Siedlungen durch eigene Hausmeister des Wohnungsunternehmens ist. Das sogenannte Outsourcing von Dienstleistungen ist nicht immer eine Erfolgsgeschichte. Die Mieter, aber auch wir, knüpfen große Erwartungen an dieses vernünftige Projekt, das im Erfolgsfall zu einer Stabilisierung der Siedlungen beitragen kann. Davon profitiert die Stadt“, kommentierte Heuser die Ankündigungen der DA. Es bleibe jetzt zu hoffen, dass durch die Anstellung eigener Hausmeister Reparaturen schneller ausgeführt und Müllstandplätze sauberer bewirtschaftet würden. „An einem ordentlichen, wertstabilen Zustand der Immobilien dürfte nicht zuletzt die Deutsche Annington als Eigentümer selbst das meiste Interesse haben“, so der Fraktionsvorsitzende.

Wie Heuser weiter mitteilte, habe sich ein anderer Pilotversuch zur Einzäunung von Müllstandplätzen in der Nordweststadt verzögert. Um in diesem großen Stadtteil für mehr Sauberkeit und Ordnung zu sorgen, gehen die dort ansässigen Wohnungsunternehmen der Öffentlichen Hand zunehmend dazu über, Sperr- und Hausmüllstandplätze mit einem nur für die Mieter des jeweiligen Hauses und die FES zugänglichen Käfig zu umbauen. Damit werden Fremdverunreinigungen der Standplätze weitgehend verhindert, was insbesondere beim Sperrmüll wegen der nur alle vier Wochen erfolgenden Siedlungsabfuhr ein immer wiederkehrendes Problem ist. Auf der DA-Liegenschaft Gerhart-Hauptmann-Ring 314 sei nunmehr die Pflasterung des Sperrmüllstandplatzes in der 39. Kalenderwoche und die Montage des Gitters für die 41. Kalenderwoche geplant. Obendrein kündigte die DA an, die Hausmüll-, Papier- und Grüne-Punkt-Tonne am Wohnhaus Gerhart-Hauptmann-Ring 9 umzäunen zu lassen. Heuser zeigte sich erfreut über die klare Aussage von Geschäftsführer Faltermeier, die insgesamt für alle Beteiligten unschöne und kostentreibende Situation der Müllplätze und Müllentsorgung auf den Liegenschaften der DA nicht zu akzeptieren.

„Im Zusammenspiel mit den zukünftigen Hausmeistern und in besserer Kooperation mit den Entsorgungsunternehmen der Stadt wie auch mit der Stabsstelle Sauberes Frankfurt muss es möglich sein, dieses Problem befriedigend zu lösen“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Als äußerst erfreuliches Zeichen wertete der Fraktionsvorsitzende die Zusage der DA, eine Erdgeschosswohnung in der Henriette-Fürth-Straße 27 für ein Quartierbüro des Caritasverbandes im Stadtteil Goldstein zur Verfügung zu stellen, dabei auf den marktüblichen Mietzins zu verzichten und nur die Nebenkosten in Rechnung zu stellen. In dieser Siedlung gebe es immer wieder Probleme mit zugemüllten Spielplätzen und Vandalismus. Außerdem fehlten Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, vielfach sogenannte Schlüsselkinder. „Der Umwidmungsantrag ist bei der Stadt auf dem Weg und die Wohnung kann voraussichtlich ab 1. Oktober von der Caritas für die Stadtteilarbeit genutzt werden. Dadurch verbessert sich die Kommunikation in der Siedlung, und es können zur Stabilisierung des Wohnumfeldes soziale Angebote etabliert werden“, so Heuser.
Heuser zeigte sich nach dem Gespräch mit Geschäftsführer Faltermeier zufrieden mit den erreichten Zusagen des Wohnungsunternehmens, gleichwohl machte er deutlich, dass nun den Ankündigungen auch Taten folgen müssten: „Ich bin optimistisch, dass die Deutsche Annington ihre uns gegenüber gemachten Zusagen einhalten wird. In einem halben Jahr treffen wir uns zum nächsten Jour Fixe. Schwierigkeiten können die Mieter in der Zwischenzeit weiterhin gerne der CDU-Fraktion mitteilen, wenn sie über die Hotline oder das Kundenportal im Internet nicht weiterkommen. Wir werden diese Anliegen in geeigneter Form vorbringen“.

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