Thomas Mann MdEP
Thomas Mann MdEP
Brüssel/Frankfurt am Main, 15. September 2011 - Das Europäische Parlament (EP) hat heute im Rahmen der Straßburger Plenarsitzung eine Grundsatzdebatte mit der Europäischen Kommission zur Wirtschafts- und Eurokrise geführt.

"Ich halte den Vorstoß von Kommissionspräsident Barroso, schon bald eine Finanztransaktionssteuer offiziell vorzuschlagen, für absolut begrüßenswert. Diese Idee ist mehrheitsfähig, den risikoreichen Finanzgeschäften wird somit ein Riegel vorgeschoben", erklärte der für den Finanzplatz Frankfurt zuständige hessische CDU-Europaabgeordnete Thomas Mann.

 
"Mit der von Barroso generell befürworteten Einführung von Eurobonds würden wir jedoch den direkten Weg in eine Transferunion beschreiten. Sie nehmen Schuldenstaaten jeglichen Anreiz zu strikter Haushaltsdisziplin, da sie sich im Falle einer Schieflage der Hilfe der wirtschaftlich starken Mitgliedstaaten sicher sein können. Ich begrüße, dass die Kommission mehrere Optionen und Alternativen zu Eurobonds derzeit prüfen lässt", betonte Mann, der auch dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung angehört.  
 
"Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir nur mit der Gemeinschaftsmethode zum Funktionieren der Währungsunion beitragen. Nur über ein klares, effizientes Euro-Management können wir die Probleme lösen. Ob sich dieses mit Hilfe der von vielen geforderten EU-Wirtschaftsregierung bewältigen lässt, bleibt abzuwarten. In jedem Falle muss diese demokratisch legitimiert sein, also von uns, den Volksvertretern im Europäischen Parlament, kontrolliert werden.", unterstrich der Abgeordnete abschließend.   

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