Junge Union: Platz für weitere Rekonstruktion

Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Frankfurt am Main, 20. Juli 2011 - Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt, Ulf Homeyer, sieht in der aktuellen Debatte um das ehemalige Gebäude des Bundesrechnungshofes die Möglichkeit einer weiteren Rekonstruktion in der Altstadt.

Die Instandsetzung des seit Jahren leerstehenden Gebäudes würde den Investor ca. 27 Millionen Euro ohne Innenausbau kosten. Aufgrund des Denkmalschutzes kann das Gebäude allerdings nicht ohne Weiteres abgerissen werden.

 
„Wo sich heute das Gebäude des Bundesrechnungshofes befindet, stand früher der ‚Große Speicher’. Reste des Gebäudes wurden seinerzeit sorgfältig abgetragen und lagern bis heute in den Depots der Stadt“, so Homeyer, der darin eine einmalige Chance für eine weitere Rekonstruktion sieht. Die Sanierung des heutigen Gebäudes durch den Investor stünde in keiner wirtschaftlichen Relation zu der späteren Nutzung als Hotel. Der Denkmalschutz des Gebäudes ist umstritten, da die subjektive Ästhetik in den Augen vieler Bürger nicht gegeben ist. Darüber hinaus ist das Gebäude über die Jahre derartig umgebaut worden, dass es ohnehin nicht dem mehr ursprünglichen Zustand – der als schützenwert gilt – entspricht. „Sollte das Denkmalamt das Gebäude nicht freigeben, hätten wir auf Jahrzehnte einen leerstehenden 50er Jahre Bau in der Innenstadt. Eine solche Chance sollte man nicht vergeben“, so der CDU Stadtverordnete.
 
Bei allen Diskussionen um den historischen Wiederaufbau der Altstadt hätte man hier sogar originale Bauteile und Pläne, die eine Rekonstruktion deutlich vereinfachen. Die JU plädiert deshalb für einen Abriss des Gebäudes und fordert die Verantwortlichen auf, Einfluss auf das Denkmalamt zu nehmen. Auch der Investor müsse zunächst von den Plänen des historischen Gebäudes überzeugt werden. „Die Diskussion um die Altstadt hat gezeigt, dass sich die Menschen nach historischen Gebäuden und dem dadurch entstehenden Charme sehnen. Hier bietet sich dafür eine Chance auf dem Silbertablett“, so Homeyer. Fraglich sei derzeit noch, ob der „Große Speicher“ eine spätere Nutzung als Hotel zulässt.
 
Die Frankfurter Junge Union hatte seinerzeit die Debatte um den Wiederaufbau der historischen Altstadt ins Rollen gebracht. Derzeit sei man bemüht weitere Gebäude als die von der Stadt angepeilten 17 Bauten historisch rekonstruieren zu lassen. Hierfür gäbe es zahlreiche Investoren. 
 

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