Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Frankfurt am Main, 8. Juli 2011 - Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt, Ulf Homeyer, lehnt den Vorstoß des neuen Verkehrsdezernenten Stefan Majer nach Tempo 80 auf Autobahnen rund um die Stadt strikt ab.

Teile der Autobahnen seien ohnehin mit einem Tempolimit versehen, so dass eine weitere Beschränkung – insbesondere auf 80 km/h – inakzeptabel sei.

 
„Man wird den Eindruck nicht los, dass man vor dem Hintergrund des Lärmschutzes jetzt so ziemlich alles auf den Prüfstand stellt. Dabei spielt die Geschwindigkeit aber nur eine untergeordnete Rolle“, so Homeyer. Zielführender sei es, das zeigen unabhängige Gutachten, flächendeckend Flüsterasphalt einzusetzen. Dieser reduziere den Lärm subjektiv um ein Drittel und sei somit wesentlich wirkungsvoller als anderes andere. Die hessische Landesregierung sei deshalb gut beraten ihrer bisherigen Linie treu zu bleiben und Vorschläge wie diesen abzulehnen.
 
Das nächtliche Tempolimit von 30 km/h lehnt die Junge Union ebenfalls ab, hatte dem Modellversuch aufgrund der zu erwartenden Ergebnisse jedoch zugestimmt. „Es gibt hierzu genug Ausarbeitungen die zu dem Schluss kommen, dass ein solches Tempolimit zu keiner wahrnehmbaren Lärmminderung führt“, so Homeyer, der auch dem Verkehrsausschuss angehört. Insofern sehe die JU dem Modellversuch gelassen entgegen und ist überzeugt, dass ein dauerhaftes Tempolimit in der Nacht nicht umgesetzt wird. Sie bleibt weiterhin bei ihrer Forderung nachts die Ampelschaltungen auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls abzuschalten. Aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens würde der Verkehr so ‚fließen’ und das lärmintensive Abbremsen und Anfahren würde entfallen.
 
Spannend bleibt aus Sicht der Jungen Union wie sich der neue Verkehrsdezernent insgesamt positionieren wird. Eine einseitige Verkehrspolitik zu Lasten der Autofahrer werde man nicht dulden. „Der Verkehr gehört zu den Bereichen, die die Menschen am ehesten wahrnehmen. Daher werden wir die Arbeit des neuen Verkehrsdezernten sehr genau beobachten“, so der Stadtverordnete abschließend.

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