Heuser: Sperrung der nördlichen Mainuferstraße ist ein Irrweg der SPD

Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 28. Juni 2011 - Den erneuten Vorschlag der SPD, die nördliche Mainuferstraße zu sperren, hält der Vorsitzende der CDU-Fraktion Frankfurt am Main, Helmut Heuser, für einen Irrweg.

Mit Blick auf die SPD empfindet Heuser aber auch Erleichterung. „Ich hatte mir schon Sorgen um die Berechenbarkeit der Frankfurter SPD gemacht. Denn ebenso wie das Badeschiff taucht auch diese Forderung wie das Ungeheuer von Loch Ness in schöner Regelmäßigkeit auf. Endlich ist es wieder soweit“. Schön sei auch, dass die SPD einer weiteren Konstanten treu bleibe. So wolle sie nach wie vor nicht verraten, wohin bei geschlossenem Mainufer der Verkehr verlagert werden solle. Leider könnten sich so die Anwohner etwa der Berliner Straße oder in Sachsenhausen nicht schon jetzt auf die höhere Verkehrsbelastung einstellen und würden um ihre Vorfreude gebracht. Es sei allerdings zu befürchten, dass das rote Ungeheuer wieder untertauche, ohne die Einzelheiten seiner Existenz zu offenbaren. Da aber in den nächsten Jahren wieder mit seinem Erscheinen zu rechnen sei, rät Heuser der SPD, „jetzt schon ein Expertenteam vorzubereiten, Nessie einzufangen, zu fotografieren und zu befragen, um so die verkehrlichen Folgen für die Innenstadt und Sachsenhausen beziffern zu können“.

 
Während die SPD so mit liebgewonnenen Trugbildern beschäftigt sei, werde die CDU-Fraktion intensiv an dem Innenstadtkonzept arbeiten, das mit einem ganzheitlichen Ansatz die Aufwertung des Gebietes zwischen Anlagenring und Mainufer zum Ziel habe. Durch neue Wegebeziehungen für Fußgänger und Verschönerung von Straßen, Passagen und Plätzen könne der Kern der Stadt lebendiger werden. Dazu gehöre auch, die trennende Wirkung von Berliner Straße und nördlicher Mainuferstraße für den Fußgängerverkehr abzubauen. Um die Mobilität in der Stadt, zu der auch ein funktionierender Autoverkehr gerade auch an der Schlagader des Frankfurter Einzelhandels – der Zeil – gehöre, zu gewährleisten, müssten Änderungen der Verkehrsströme aber im Zusammenhang bewertet werden. „Wohin singuläre, nicht abgestimmte Einzelmaßnahmen führen, haben wir letzte Woche bei der Sperrung der Wilhelm-Leuschner-Straße während der Innenministerkonferenz gesehen. So ein Verkehrschaos darf nicht zum Normalzustand werden“, warnte Heuser abschließend.

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