Kirchner: In Frankfurt ist kein Platz für Extremisten

CDU-Fraktion bewertet Auftritt des Hasspredigers Philips als Provokation

Thomas Kirchner, Integrationspolitischer Sprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Thomas Kirchner, Integrationspolitischer Sprecher der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 18. April 2011 - Der CDU-Stadtverordnete Thomas Kirchner hat den Vorschlag des Hessischen Innenministers Boris Rhein unterstützt, das Gesetz über den Aufenthalt von Ausländern im Bundesgebiet zu verschärfen.

Anlässlich der für den kommenden Mittwoch geplanten Missionskundgebung mit dem islamischen Prediger Pierre Vogel an der Frankfurter Hauptwache, in deren Verlauf der international tätige und für seine islamistischen Positionen bekannte TV-Geistliche Bilal Philips auftreten und einen Vortrag halten soll, äußerte sich der Stadtverordnete besorgt: „Frankfurt am Main ist zwar eine weltoffene und tolerante Stadt, dass bedeutet allerdings nicht, dass wir uns hier alles gefallen lassen. Die Ankündigung von Herrn Vogel, am Mittwoch vor Ostern werde Bilal Philips vor der Katharinenkirche eine Predigt halten, ist unerträglich.

Dieser Auftritt ist eine Beleidigung für die freiheitlich-demokratischen Traditionen Frankfurts. Unsere Innenstadt ist kein Aufmarschgebiet für religiöse Extremisten, die Unfrieden in unsere Gesellschaft tragen und damit die Integration der hier lebenden Muslime erheblich erschweren. Herr Philips soll wissen, dass er hier in Frankfurt nicht willkommen ist“, sagte Kirchner.


Dem Vernehmen nach trete Philips für eine radikal-wahabitische Richtung des Islam ein, die mit den Werten des Westens nicht vereinbar sei, so Kirchner. „Dort, wo der Wahabismus bestimmenden Einfluss ausübt, gibt es keine Religionsfreiheit, ist es Frauen verboten sich in der Öffentlichkeit mit fremden Männern zu zeigen oder werden öffentliche Scharia-Strafen wie Hinrichtungen oder Auspeitschungen praktiziert. Auch Herr Philips ist dafür bekannt, dass er für die Polygamie eintritt, die Steinigung von Ehebrecherinnen rechtfertigt und die Todesstrafe für Homosexuelle fordert“, erläuterte Kirchner. Der CDU-Stadtverordnete verwies darauf, dass für Philips in den USA ein Einreiseverbot gelte und Australien den Mann als „nationales Sicherheitsrisiko“ einstufe. „Es ist der Frankfurter Bevölkerung nicht zu vermitteln, dass ein solcher Hassprediger jetzt als Wolf im Schafspelz an der Frankfurter Hauptwache zu einer Kundgebung erscheint. Hier muss der Rechtsstaat seine Instrumentarien weiterentwickeln und das Aufenthaltsrecht verschärfen, um den Tourismus der global operierenden Hassprediger zu erschweren und damit der militanten islamischen Szene in der Bundesrepublik den Nährboden zu entziehen“, forderte Kirchner.

Kirchner kündigte an, die Union werde sehr genau hinhören, was Philips am Mittwoch zu sagen habe und behalte sich eine Anzeige wegen Volksverhetzung vor. „Dass Herr Philips im übrigen behauptet, den wahren Islam zu vertreten, sollte von den hier ansässigen islamischen Verbänden nicht unwidersprochen bleiben“, so Kirchner abschließend.

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