CDU OBR 6: Keine Ignoranz gegenüber Bilal Moschee

Markus Wagner, CDU-Stadtverordnetenkandidat
Markus Wagner, CDU-Stadtverordnetenkandidat
Frankfurt am Main, 21. März 2011 - Der Griesheimer Ortsbeirat Markus Wagner hat den kürzlich in den Medien auch gegenüber der CDU erhobenen Vorwurf der Ignoranz im Zusammenhang mit der Bilal Moschee als unbegründet zurückgewiesen.

Wagner verwies darauf, dass die CDU ebenso wie das Amt für Multikulturelle Angelegenheiten das Geschehen in der islamischen Szene aufmerksam beobachte und sämtliche, zum Teil auch recht abstrusen Vorwürfe gegenüber der Bilal Moschee geprüft und widerlegt hätten.

 
So habe die Frankfurter Stadtregierung nach Bekanntwerden der Tätigkeit des umstrittenen Wanderpredigers Sheik Abdellatif in Griesheim Kontakt mit der Bilal Moschee aufgenommen. Der Marokkanische Moscheeverein habe daraufhin sofort dem Wanderprediger Hausverbot erteilt und seine Auftritte dort beendet. Zusätzlich habe der Verein erklärt, dass er mit den Inhalten der Ansprachen dieses Gastes, der nicht zum Moscheeverein gehört, nicht übereinstimmt. Überdies zeige sich der Marokkanische Moscheeverein sehr kooperativ. So habe er  in einer öffentlichen Veranstaltung auf der Baustelle und in einer Sitzung des Ortsbeirats die Umbaupläne für die Moschee erläutert, ohne dazu rechtlich verpflichtet zu sein. Im Griesheimer Regionalrat sei er ebenfalls aktiv dabei.
 
Bislang konnte kein Vorwurf der verfassungsfeindlichen Tätigkeit oder einer Verbreitung eines radikalen, gewalttätigen Islams gegenüber dem Marokkanischen Moscheevereins von den Vortragenden belegt werden. Die nun vorgenommene Verknüpfung des Attentäters Arif U., der am Flughafen zwei US Soldaten erschoss, mit der Moschee, sei kein wirklicher Beleg dafür, dass sich  “ein gewaltbereiter Islam im Stadtteil etabliere”. Nach derzeitigem Kenntnisstand war Arif U. einige Mal einer von vielen Gästen von öffentlichen Veranstaltungen und lernte dabei auch andere Gäste kennen. Das könne man kaum dem veranstaltenden Moscheeverein zurechnen. Man dürfe gerade im Fall Arif U. nicht vergessen, dass er eine klassische deutsche Sozialisation erfahren habe. Als Schüler und Jugendlicher habe er in Sossenheim gelebt und in der Eduard-Spranger-Schule und später im Friedrich-Dessauer-Gymnasium den Geist der Freiheit und Aufklärung geatmet. Dennoch habe dieser Lebensweg nicht verhindern können, dass es plötzlich zu einer Hinwendung zum gewaltbereiten islamischen Terrorismus kam. Dafür könne man nicht den Schulen oder dem Stadtteil Schuld geben. Ebenso sei diese, noch nicht in allen Einzelheiten bekannte psychischen Entwicklung des Arif U. ein Hinweis, auf gewaltbereite terroristische Umtriebe im Trägerverein der Bilal Moschee.
 
Markus Wagner verwies darauf, dass die Hessische Landesregierung mit Innenminister Boris Rhein über Polizei und Verfassungsschutz ein waches Auge auf die islamische Szene habe und entschlossen einschreite, wenn immer dort der Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen würde.

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