CDU Innenstadt: Auftaktveranstaltung mit Dr. Theo Zwanziger

(In der Bildmitte, v. r.:) DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Stephan Deusinger, Vorsitzender der CDU Innenstadt
(In der Bildmitte, v. r.:) DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Stephan Deusinger, Vorsitzender der CDU Innenstadt
Frankfurt am Main, 10. März 2011. Die CDU Innenstadt, einer der größten Stadtteilverbände der Frankfurter CDU, hat ihre Auftaktveranstaltung zum Jahr 2011 einem besonderen, aber häufig unterschätzten Thema gewidmet: der gesellschaftlichen Integrationsfunktion des Sportes.

Aus diesem Anlass  lud der Vorsitzende des CDU-Innenstadtverbandes, Stephan Deusinger, letzten Dienstag in das in der Commerzbank-Arena gelegene Eintracht-Frankfurt-Museum ein. Dort sollte zusammen mit dem diesjährigen Ehrengast und Hauptredner, dem Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes e.V., Dr. Theo Zwanziger, über den oftmals wenig beachteten gesellschaftspolitischen Stellenwert des Sportes, vor allem aber des Fußballs diskutiert werden.

 
Vor mehr als 100 Gästen machte DFB-Präsident Zwanziger dabei deutlich, dass es kaum ein vergleichbar erfolgreiches und dauerhaft erfolgversprechenderes Integrationsinstrument gebe, als die mehreren zehntausend Sportvereine in Deutschland. Im Laufe seiner jahrzehntelangen Erfahrung habe sich gezeigt, dass insbesondere von den unzähligen Amateurvereinen eine zentrale und mittlerweile unverzichtbare gesellschaftliche Integrationsfunktion wahrgenommen werde. So genieße Sport im Allgemeinen und Fußball im Besonderen innerhalb aller Migrantengruppen ein hohes Ansehen. Die von den jeweiligen Sportarten und speziell vom Fußballsport vertretenen maßgeblichen moralischen Werte wie etwa Gemeinsinn, Respekt und sozialer Zusammenhalt würden von allen diesen Gesellschaftsgruppen anerkannt.
 
Darüber hinaus, so betonte DFB-Präsident Zwanziger, würden vor allem schon Kinder geradezu spielerisch nicht nur Freundschaften mit ihren deutschen Altersgenossen schließen, sondern bekämen auch sehr frühzeitig das für eine gelungene Integration unverzichtbare Gefühl vermittelt, dass sie Teil des Ganzen seien. „Es ist also kein Zufall, dass etwa in unserer Fußball Nationalmannschaft immer mehr Spieler mit einem Migrationshintergrund spielen. Dass diese Menschen sich dafür entscheiden, für unser Land zu spielen und mit Deutschland identifizieren, zeigt die besondere Integrationsleistung des Sportes in unserem Land und ist ein sehr gutes Zeichen! Wir alle sollten aber auch nicht unterschätzen, welche integrationspolitische Pionierarbeit gerade der Frauenfußball leistet. Was hier die emanzipatorischen Werten vermittelt wird, ist mehr als beachtlich und durch andere Integrationsmaßnahmen wohl kaum zu leisten!“
 
Im Rahmen der sich an seinen Vortrag anschließenden und lebhaften Diskussion stimmte Zwanziger mit dem CDU-Innenstadtvorsitzenden Stephan Deusinger und vielen Gästen überein, dass der Integrationsarbeit des Sportes, die eher ein weiterer positiver Nebeneffekt der Sportvereine sei, auch von Seiten der Politik mehr Beachtung geschenkt werden müßte. Zwanziger verdeutlichte schließlich, dass er etwa mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, bereits in Kontakt stehe, um die wichtigen Erfahrungen der deutschen Sport- und vor allem Fußballverbände noch weitaus intensiver in aktuelle integrationspolitische Diskussionen und Foren miteinzubringen.
 
 

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