Heuser: Einigung beim Lärmschutz bringt grünes Licht für Wohnungen

CDU-Fraktion begrüßt Kompromiss für das Henninger-Areal, strebt eine schnelle Entscheidung an und will den Henninger-Turm erhalten

Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion und Spitzenkandidat der Frankfurter CDU für die Kommunalwahl 2011
Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion und Spitzenkandidat der Frankfurter CDU für die Kommunalwahl 2011
Frankfurt am Main, 18. Januar 2011 - Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Frankfurt am Main, Helmut Heuser, hat die Einigung beim Lärmschutz zwischen der Binding-Brauerei und den Eigentümern des früheren Henninger-Areals begrüßt.

„Was lange währt, wird endlich gut! Wir sind froh, dass die zukünftige Entwicklung des früheren Brauerei-Geländes nun gesichert ist und eine attraktive Wohnbebauung realisiert werden kann. Die heutige Brachfläche wird bald Geschichte sein, und das Gesicht von Sachsenhausen erhält an dieser Stelle neue Konturen“, zeigte sich Heuser erfreut über das nach über einem Jahr zustande gekommene Verhandlungsergebnis zwischen der Radeberger-Gruppe und dem Mannheimer Projektentwickler Actris AG. Der Fraktionsvorsitzende lobte Wirtschaftsdezernent Markus Frank und Planungsdezernent Edwin Schwarz, in dessen Zuständigkeit der Bebauungsplan in Kooperation mit Actris überarbeitet wurde. „Durch die Vergrößerung der Gewerbezone, in der keine Wohnungen gebaut werden können, kann der geräuschintensive Brauereibetrieb fortgeführt werden. Wir freuen uns auch, dass Radeberger am Standort im größeren Umfang investieren will. Das ist die zweite gute Nachricht: Die 500 Jobs und die Gewerbesteuer bleiben Frankfurt jetzt definitiv erhalten. Und als Frankfurter freuen wir uns, dass das für unsere Bierkultur wichtige Römer-Pils weiterhin in Sachsenhausen und nicht in der Mineralwasserstadt Bad Vilbel gebraut wird“, so Heuser in Anspielung auf die früheren Umzugspläne des Unternehmens.


Heuser kündigte an, seine Fraktion sei bereit, über die notwendige Bebauungsplanänderung so schnell wie möglich zu entscheiden, um Planungssicherheit zu gewährleisten. „Wir unterstützen das von Stadtrat Schwarz gestern im Planungsausschuss vorgestellte Konzept und fordern den Magistrat auf, den Bebauungsplan schnell zu überarbeiten, ihn zur Satzungsreife zu bringen und zu verabschieden“.

An die Hinhaltetaktik der SPD-Fraktion im Römer gewandt, sagte Heuser: „Wieder einmal verweigern sich die Sozialdemokraten, eine gute und in diesem Fall notwendigerweise schnelle Entscheidung für die Stadtentwicklung zu treffen. Sie treten in für die SPD typischer Manier auf die Bremse, weil sie genau wissen, dass zu der guten wohnungspolitischen Bilanz der Union nun ein weiteres großes Bauprojekt hinzukommt. Indem sich Herr Oesterling ausschließlich oberlehrerhaft auf die Regularien für dringliche Anträge in der Stadtverordnetenversammlung beruft, versucht er das Projekt gegen die Interessen der Stadt, der Brauereibeschäftigten und der Sachsenhausener Bevölkerung mit taktischen Spielchen zu hintertreiben“. Das ziehe nicht und werde auch nicht von Erfolg gekrönt, ist sich Heuser sicher. In Geschäftsordnungsfragen gebe es dem CDU-Fraktionschef zufolge noch andere „kundige Thebaner“. „Viele Wege führen zum politischen Ziel. Deshalb werden wir ohne Rücksicht auf die Parteiinteressen der SPD eine ebenso ordentliche wie schnelle parlamentarische Entscheidung treffen“, kündigte Heuser an.

Der Fraktionsvorsitzende zeigte sich in diesem Zusammenhang übereinstimmend mit Stadtrat Schwarz zuversichtlich, dass der Investor sein Versprechen einhält und den allseits beliebten Henninger-Turm in seine Planungen einbezieht. „Wir wollen den Turm als Wahrzeichen von Sachsenhausen erhalten“, so Heuser abschließend.

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