Zimmer: Indikatoren sind kein Selbstzweck, sondern der Mensch steht im Mittelpunkt

Dr. Matthias Zimmer MdB
Dr. Matthias Zimmer MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 18. Januar 2011 - Der Frankfurter CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer wurde auf der konstituierenden Sitzung der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ am 17. Januar zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Die Kommission wird sich unter anderem damit befassen, wie künftige Generationen bei knapper werdenden Ressourcen Wohlstand, Wachstum und ihre Lebensqualität nachhaltig sichern können. Zimmer zeigte sich im Anschluss an die Sitzung erfreut über seine Wahl: „Bis zum Ende der Legislaturperiode liegt eine Menge Arbeit vor uns, aber gerade diese Herausforderung macht es sehr spannend!“ Die Enquete-Kommission wolle sich unter anderem auch damit befassen, wie Wachstum und Lebensqualität künftig besser gemessen werden könne. Zimmer: „Wir sollten auf lange Sicht nicht nur den konventionellen Indikator des Bruttoinlandsproduktes als Wohlstandsmesser heranziehen. Das Bruttoinlandsprodukt steigt auch dann, wenn Schäden durch Unwetter oder Vandalismus beseitigt werden. Dadurch steigt aber nicht die Lebensqualität der Menschen. Daher ist es geboten die bestehendeWachstumsmesser durch weitere Fortschrittsindikatoren zu ergänzen.“

Es gehe der Kommission nicht darum das Bruttoinlandsprodukt als Indikator zu ersetzen, sondern darum ihn sinnvoll um weitere Indikatoren zu ergänzen. „Bei diesen technischen Fragen dürfen wir nicht vergessen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht. Ein Indikator ist kein Selbstzweck, sondern er soll in dem Fall auch ein möglichst reeller Indikator für die Lebensqualität der Menschen darstellen“, betonte Zimmer.

Deshalb werde sich die Kommission auch mit Fragen der Arbeitsorganisation und der Einkommensverteilung beschäftigen. Zentral sei aber die Frage des Stellenwertes von Wachstum; Ob eine demokratische Ordnung zwingend Wachstum brauche und ob dies nachhaltig oder unter Entkopplung von Ressourcenverbrauch organisiert werden könne. Dies sei eine Zukunftsfrage der Sozialen Marktwirtschaft, so Zimmer abschließend.

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