Heuser: Rücktritt von Bernd Reisig unnötig

Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 13. Dezember 2010 - Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Helmut Heuser, bedauert außerordentlich den Rücktritt von Bernd Reisig als Geschäftsführer des FSV.

„Verstehen kann ich diesen Schritt allerdings nicht, da inzwischen mit der Entscheidung für eine funktionale Ausschreibung der Startschuß zum Umbau der Haupttribüne des Stadions Bornheimer Hang gefallen ist. Damit ist ein rechtssicherer Verfahrensweg gefunden, der für den FSV eine hohe Planungssicherheit auch für den weiteren zeitlichen Verlauf bringt.“ Der von Reisig bevorzugte ausschreibungsfreie Umbau der Haupttribüne habe dagegen so hohe rechtliche Risiken, „dass nach ausführlichen Beratungen alle Experten davon abgeraten haben. Sich dennoch auf diesen Weg einzulassen, hiese mit offenen Augen sich in ein bedenkliches Abenteuer einzulassen, an dessen Ende man womöglich mit leeren Händen dagestanden hätte. Was das für die vom FSV geforderte zügige Umsetzung des Projektes bedeutet hätte, sei klar.“ Mit der bisher durchgeführten Sanierung des Stadions für ca. 20 Mio. € habe die Stadt schon Außergewöhnliches geleistet, um dem FSV eine zeitgemäße Spielstätte zu bieten. Nun komme noch die Haupttribüne für 10,5 Mio. € hinzu. Die CDU-Fraktion habe sich für eine funktionale Ausschreibung nach einer außerordentlich sachlichen Diskussion einstimmig entschieden.

 
Heuser betont, dass die immense Sportförderung der Stadt Frankfurt vor allem den Amateurvereinen und dem ehrenamtlich getragenen Sport zugute kommen müsse. „Wir wollen Kunstrasenplätze für die vielen Amateur- und Jugendmannschaften bauen, der Profisport muß sich dagegen selbst finanzieren. Mit der Sanierung des städtischen Stadions Bornheimer Hang schaffen wir eine mit zeitgerechte, aber auf einfachen Standards bestehende Spielstätte zur Austragung von Fußballspielen unterhalb der ersten Liga, an deren Refinanzierung sich der Profifußball aber sehr wohl beteiligen muß. Wenn höhere qualitative Ansprüche bestehen, sind die Profivereine erst recht selbst in der Pflicht“, so Heuser.

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