Heuser/Hanisch: Räder auf der Zeil trocken und sicher abstellen

CDU und Grüne wollen eine Fahrradstation an Hauptwache oder Konstablerwache

Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Helmut Heuser, Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion
Frankfurt am Main, 16. November 2010 - Die Koalitionsfraktionen von CDU und Grünen haben in einem gemeinsamen Antrag den Magistrat beauftragt, im Rahmen der Planungen zur Neugestaltung der Hauptwache und der Konstablerwache die Errichtung einer Fahrradstation an einem dieser beiden zentralen Orte zu prüfen.

„Der Bereich Hauptwache, Konstablerwache und Zeil ist Anlaufpunkt zahlreicher Besucher, die mit dem Fahrrad unterwegs sind. Angesichts der Zunahme des Radverkehrs werden auch mehr Personen zum Einkaufen fahren. Damit steigt auch der Bedarf für weitere Abstellplätze“, erklärten der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Helmut Heuser, und die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE GRÜNEN im Römer, Angela Hanisch. Dieser zusätzliche Bedarf solle unter anderem über die bereits geplanten und beschlossenen Abstellplätze an den Zufahrten zur Zeil abgedeckt werden. Darüber hinaus sei mit der Zunahme des Radverkehrs auch eine Nachfrage nach qualitativ höherwertigen, wetter- und diebstahlgeschützten Abstellplätzen zu erwarten, die durch eine Fahrradstation realisiert werden könnten. Damit ließen sich dann auch Serviceangebote, an denen es mangelt, zum Beispiel Reparatur- und Reinigungsservice, verbinden, so Heuser und Hanisch.

Angesichts des geplanten Umbaus der Hauptwache und später auch der Konstablerwache, die eine grundlegende stadtgestalterische und bauliche Neuordnung des öffentlichen Raums wie der B-Ebene zum Ziel haben, eröffne sich nach Auffassung der beiden Stadtverordneten auch die Möglichkeit, dort die Einrichtung einer Fahrradstation, die die Abstellplätze im öffentlichen Raum ergänzt, zumindest substantiell zu prüfen. „Dazu muss zunächst durch eine gemeinsame Untersuchung für beide Standorte eine Entscheidungsgrundlage hergestellt werden, die die Vorraussetzungen und Erfolgsaussichten einer Fahrradstation an einer dieser Stellen bewertet“, sagten Heuser und Hanisch. Zu den wichtigen Fragen und Vorbedingungen, die durch den Magistrat zu klären seien, gehören nach Mitteilung der beiden Verkehrspolitiker die Zielgruppe, die durch eine Fahrradstation angesprochen wird, begleitende Dienstleistungen zur Attraktivitätssteigerung und Finanzierung – etwa Reparatur- und Reinigungsservice –, eine angemessene und akzeptierte Höhe einer Abstellgebühr, die zu erwartende Nachfrage, die Kosten für Investition und Betrieb sowie die Trägerschaft und die Öffnungszeiten. Als Standort schlagen CDU und Grüne die B-Ebene oder eines der angrenzenden Häuser (Fahrradstation oder Zugang zu einer Station in der B-Ebene) vor. Falls der Eingang zur Velostation im öffentlichen Raum liege, müsse er harmonisch in die Freiflächengestaltung eingebunden sein, äußerten die beiden Sprecher.

„Mit einer Fahrradstation an den Eckpunkten der Zeil könnte die Stadt den Pedalisten ein gutes Angebot machen, ihr Rad diebstahl- und witterungssicher abzustellen, um anschließend den Einkaufsbummel über die Zeil in Ruhe genießen zu können oder durch direktes Umsteigen in den ÖPNV zu profitieren. Indem wir in dieser Weise die fahrradfreundliche Infrastruktur in Frankfurt am Main weiter verbessern, tragen wir zu einer Reduzierung von Stau, Lärm und Umweltbelastungen sowie zu einer weiteren Attraktivitätssteigerung der Einkaufsmeile Zeil bei“, so Heuser und Hanisch abschließend.

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