CDU unterstützt kulturelle Nutzung im alten Griesheimer Wasserwerk

Das alte Griesheimer Wasserwerk
Das alte Griesheimer Wasserwerk
Frankfurt am Main, 26. September 2010 - Das idyllisch im Griesheimer Teil des Niedwaldes gelegene ehemalige Wasserwerk war Ziel einer Besichtigung, welche der gegenwärtige Eigentümer Hessenwasser auf Anregung der Griesheimer CDU für Interessierte ermöglichte.
 

Bei dem 1890 erbauten Grundwasserpumpwerk handelt es sich um das letzte noch vorhandene Bauwerk der Infrastruktur der Gemeinde Griesheim, die 1928 Teil Frankfurts wurde. Das Wasserwerk diente der Gemeinde Griesheim zur Wasserversorgung und trug danach noch viele Jahre zur Versorgung der Umgebung bei.
 
Bei der von Norbert Siegmund und Volker Hirschenkrämer fachkundig und sehr engagierten Einführung in die vielfältigen Prozesse des Wasser­ressourcenmanagements, der Wassergewinnung, des Wassertransports und der Speicherung sowie der Wasserlieferung wurde die Komplexität der Aufgabe deutlich, welche die Hessenwasser seit Jahren erfolgreich löst. Die Hessenwasser ist der regionale Wasserversorger für Südhessen mit 2 Millionen Menschen. Sie gehört den kommunalen Unternehmen (z.B. Mainova AG: 36.4 %) und damit letztlich den Städten und Gemeinden in der Region.

Dem Erfolg der Hessenwasser, durch größere und moderne Anlagen Wasser zu günstigen Preisen zu gewinnen, ist in gewisser Weise das Griesheimer Wasserwerk zum Opfer gefallen, bei dem es sich um ein sehr kleines Wasserwerk handelt, das zudem ein zivilisationsnahes und damit problematisches Wassereinzugsgebiet besitzt. Der Nutzung bis 2007 ist zu verdanken, dass das 120 Jahre alte Bauwerk, das in der für das ausgehende 19. Jahrhundert typischen Art als Backsteinrohbau mit zweifarbigen , roten und gelben Verblendern und Verwendung renaissancistischer Detailformen errichtet wurde, in optimaler Form erhalten ist.
 
Für die Besucher war offenkundig, dass man ein derart schönes und gut erhaltenes Bauwerk aus der Geschichte Griesheims nicht einfach abreisen könne, wie gelegentlich gefordert worden ist. Vielmehr verlange das Bauwerk, welches neben der großen Maschinenhalle, über weitere Arbeitsräume sowie eine modern ausgestattete Wohnung und Büroräume verfüge, eine angemessene Nutzung. Die CDU Griesheim hatte eine Nutzung als Stützpunkt für einen Waldkindergarten angeregt. Mittlerweile haben sich mehr Interessanten aus dem Bereich der Kunst für das Gebäude interessiert und planen dort die Einrichtung von Künsterateliers.

Dies wäre ein Nutzung, welche das gesamte Gebäude ausfüllen würde, weil sowohl die Wohnräume als auch die Maschinenhalle und die Arbeitsräume genutzt würden. Die Griesheimer CDU unterstützt diese Pläne Frankfurter Künstler sehr nachhaltig, weil so eine zukunftssichernde Nutzung mit einer Griesheim guttuenden neuen Kunsteinrichtung verbunden würde. Wie der Griesheimer CDU Stadtverordnete Peter Wagner unlängst vom Frankfurter Kulturdezernat erfahren hat, ist eine kulturelle Nutzung inzwischen tatsächlich vorgesehen und mehrere Künstler und Künstlervereinigungen, darunter auch aus der Nachbarschaft Griesheims, hätten sich für das alte Wasserwerk beworben.

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