Vowinckel: Spielstätte für gute Laune und Aufwertung für Alt-Sachsenhausen

CDU-Fraktion hält Wettern der Opposition gegen geplantes Quast-Theater im Paradieshof für Beckmesserei

Frankfurt am Main, 06. Mai 2010 - Der planungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Frankfurt am Main, Klaus Vowinckel, reagierte mit Unverständnis auf die von der SPD-Fraktion im Römer vorgebrachte Kritik an den Plänen des Kulturdezernates, der „Fliegenden Volksbühne“ des Frankfurter Kabarettisten Michael Quast eine feste Spielstätte im Paradieshof in Sachsenhausen zu errichten.

 „Wieder einmal offenbart die SPD, wie mutlos sie in die Zukunft blickt“, sagte Vowinckel. Wenn ein so bravourös gefeierter Künstler wie Michael Quast, der Frankfurter Mundart für junge Leute und ein Großstadt-Publikum wieder interessant, lebendig und unterhaltsam macht, Interesse habe, ein Privattheater zu betreiben, dann müsste auch die Opposition energisch darauf dringen, diesem Theatermann städtischerseits geeignete Räumlichkeiten zu vermitteln. Nichts anderes hätten Stadtrat Prof. Dr. Felix Semmelroth und Stadtrat Edwin Schwarz in kluger Weise getan. „Stattdessen rechnet die SPD beckmesserisch vor, was es wohl kosten würde und unterstellt einfach, andere Kultureinrichtungen erhielten zukünftig einen geringeren Zuschuss“, zeigte sich Vowinckel empört über die ebenso kleinliche wie ideenlose Kritik der Sozialdemokraten und bekräftigte: „Es ist nicht beabsichtigt, Zuschüsse für ein anderes Theater zu kürzen. Die ‚Fliegende Volksbühne’ ist ein wertvolle Ergänzung der Frankfurter Bühnenlandschaft, keine Konkurrenz“.

Vowinckel nannte darüber hinaus einige Vorteile in städtebaulicher Hinsicht, die sich durch ein Theater mit populärem Programm in dieser erstklassigen Lage ergäben. „Wir sichern damit den Erfolg der Sanierung von Alt-Sachsenhausen. Der Paradieshof mit Quast-Bühne wird der Schlussstein in diesem Konzept“. Dadurch entstehe ein attraktives und hochwertiges Entrée für das Vergnügungsviertel. Es sei vernünftig vom Magistrat gewesen, diese Immobilie über die städtische Grundstücksentwicklungsgesellschaft KEG schnell zu sichern und damit etwaigen Preistreibereien vorzubeugen. „Denn zum Beispiel leichte Gastronomie haben wir in Alt-Sachsenhausen zu Hauf. Unser ‚Apfelweinviertel’ ist uns lieb. Aber wir wollen dieses historische Quartier durch zusätzliche Angebote beleben“, so Vowinckel. Kultur sei dabei ein bedeutender Faktor, wie sich bereits am Frankensteiner Hof zeige, in dem Ateliers, die Ausstellungen der Klosterpresse und andere Künstler untergebracht sind. „Die Stadt sichert sich somit auch an diesem zentralen Platz einen wichtigen Gestaltungsspielraum“, betonte Vowinckel. Der Stadtverordnete, der auch Sprecher seiner Fraktion im Kulturausschuss ist, stellte außerdem heraus, dass es in Frankfurt noch keine Theaterspielstätte südlich des Mains gebe. „Die Quast-Bühne im Paradieshof wäre das erste Theater im Frankfurter Süden – verkehrlich gut angebunden und optimal vernetzt mit weiteren Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Auch das macht diese Idee so elegant und reizvoll“.

„Für die Stadt ist es insgesamt eine Win-win-Situation: Alt-Sachsenhausen wird weiter aufgewertet, und im Paradieshof würde eine klasse Spielstätte für gute Laune entstehen, anspruchsvolles Theater in Mundart mit zum Teil noch unentdeckten Texten. Zudem gelänge es uns, mit Michael Quast einen außergewöhnlichen Künstler dauerhaft an Frankfurt am Main zu binden“, so Vowinckel abschließend.

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