Frankfurter Flughafen sichert Jobs in der gesamten Region

CDU-Fraktion sieht große Entwicklungschancen für Fluggesellschaften in Gateway Gardens

Frankfurt am Main, 13. Mai 2010 - Die CDU-Fraktion kam gestern zu ihrer wöchentlichen Sitzung zusammen und tagte diesmal nicht im Römer, sondern im Airport Conference Center des Frankfurter Flughafens.

Im Mittelpunkt der Beratungen stand ein eineinhalbstündiges Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden des Flughafenbetreibers Fraport AG, Dr. Stefan Schulte, sowie eine Besichtigung der Baustelle der Landebahn Nordwest und des neuen Terminalbereichs A-Plus. „Wir stehen als Frankfurter CDU überzeugt zur Erweiterung des Flughafens und freuen uns über den jetzt sichtbaren Ausbau, der nach jahrzehntelanger, oftmals zäher politischer Diskussion nunmehr mit Siebenmeilenstiefeln voranschreitet“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Helmut Heuser. Es sei beeindruckend, zu sehen, wie die künftigen Flugzeugrollwege von und zur Nordwest-Bahn über die A3 und die ICE-Trasse Gestalt annehmen. Und mit dem A-Plus-Finger werde ab 2012 eine der modernsten Terminaleinrichtungen mit vielfältigsten Einzelhandels- und Gastronomie-Angeboten für bis zu sechs Millionen Passagiere pro Jahr den Schwerpunkt der zukünftigen A380-Abfertigung der Lufthansa bilden. „Dadurch wird der Standort Frankfurt als internationales Luftfahrtdrehkreuz und größter Passagierflughafen auf dem europäischen Kontinent nachhaltig gesichert“, zeigte sich Heuser überzeugt.

Der Stadtverordnete, der momentan den erkrankten Fraktionschef Dr. Horst Kraushaar vertritt, hob in diesem Zusammenhang einmütig mit dem Vorstandsvorsitzenden Schulte die Rolle der Fraport AG als Wirtschaftsmotor der gesamten Region hervor.

So habe der Flughafenbetreiber im Bilanzjahr 2009 Firmenaufträge mit einem Gesamtvolumen von 1,14 Milliarden Euro erteilt und damit nach vorliegenden Schätzungen über 25.000 Arbeitsplätze bei den beauftragten Unternehmen gesichert. „Davon gingen nicht nur rund 70 Prozent des Auftragsvolumens an einheimische Firmen in der Region Rhein-Main, sondern über 90 Prozent der Aufträge hatten ein Volumen von maximal 10.000,- Euro und sind an kleinere Betriebe vergeben worden. Das ist die Förderung des Mittelstandes, die wir uns vom Jobmotor des Frankfurter Flughafens versprechen“, sagte Heuser.

Auch in verkehrlicher Hinsicht stimmten Heuser zufolge die aktuellen Zahlen sehr optimistisch, dass der Frankfurt-Airport seine Stellung als europäischer Mobilitätsknoten sichern und weiter ausbauen könne. So sei das Passagieraufkommen im ersten Quartal 2010 um 3,9 Pro­zent auf gut 11,3 Millionen und das Cargo-Aufkommen um 31,5 Prozent auf gut 535.000 Tonnen gestiegen. „Zwar hat der tagelange Stillstand durch die gigantische Aschewolke des isländischen Vulkans diesen Aufwärtstrend vorübergehend etwas verlangsamt. Aber das Wachstum des Verkehrsaufkommens unter Normalbetrieb ist unverkennbar und wird sich besonders nach dem Abschluss der verschiedenen Ausbauprojekte noch weiter steigern – zum Vorteil für die wirtschaftliche Prosperität der Stadt Frankfurt am Main und der Region“, so Heuser. „Denn Frankfurt am Main steht in der gegenwärtigen Krise besser da als andere Großstädte. Die Mainmetropole ist für viele Unternehmen ein Anziehungspunkt und ein erfolgreicher Standort, nicht zuletzt aufgrund der äußerst günstigen Verkehrsanbindung über den Flughafen.

Dessen Zukunft ist somit eng verknüpft mit den Geschicken unserer Stadt und dem relativen Wohlstand hier in der Region“, gab der stellvertretende Fraktionschef zu bedenken. Dies sei am Beispiel der sechstägigen Sperrung des Flughafens deutlich geworden. „Weltweit tätige Unternehmen im Industriepark Höchst konnten Insulin nicht exportieren, die Fließbänder bei Opel in Rüsselsheim standen aufgrund von Materialengpässen still und die unmittelbar am Flughafen tätigen Airlines, Läden und Restaurants mussten erhebliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Die Menschen in der Region brauchen den Flughafen wie die Luft zum Atmen. Deshalb ist auch der Ausbau der Kapazitäten so überlebensnotwendig, um die Jobs hier zu sichern und nicht an die expandierende Konkurrenz in Dubai, London oder München zu verlieren“, so Heuser.

Aus Sicht der CDU-Fraktion engagiere sich der Flughafenbetreiber vorbildlich und konsequent in Sachen Klimaschutz. Als aktuelles Beispiel führte Heuser den Bau der neuen Feuerwache 4 an der künftigen Nordwest-Landebahn an, die das erste Betriebszentrum von Fraport mit vollständig CO2-neutralem Betrieb sein werde und durch Nutzung von Erdwärmepumpen im Vergleich zu einer konventionellen Feuerwache über 90 Prozent weniger Heiz- und Kühlenergie benötige. „Besonders freut es mich, dass Fraport beabsichtigt, den Anteil an Elektrospezialfahrzeugen bis 2015 signifikant zu steigern, auf 20 Prozent bei den Hub- und auf bis zu 100 Prozent bei den Förderbandwagen. Damit trägt auch der Flughafen mit seinem Know-how zur Stärkung der Elektromobilitäts-Modellregion Rhein-Main bei“, so Heuser, der auch verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist.

Als wichtigen Baustein auf dem Weg zum Rhein-Main-Flughafen der Zukunft bezeichnete der CDU-Politiker abschließend den neuen Flughafen-Stadtteil Gateway Gardens, der sich in hohem Maße zu einem attraktiven Standort für Unternehmen der Luftfahrtbranche entwickeln werde. „Der geplante Umzug des Flugdienstleisters Condor von Kelsterbach nach Gateway Gardens unterstreicht die vielfältigen Vorteile dieser wachsenden Flughafen-Stadt. Die regionale und internationale Anbindung des Stadtteils ist einfach Spitze und das Umfeld in Flughafennähe ideal für eine Airline“, äußerte sich der Stadtverordnete erfreut über den Erfolg von Wirtschaftsdezernent Stadtrat Markus Frank (CDU). „Die kluge Wirtschafts- und Planungspolitik der Frankfurter CDU trägt Früchte, und wir werden alles unternehmen, um weitere Luftfahrtgesellschaften und andere Branchen von der Lage in Gateway Gardens zu überzeugen“, sagte Heuser.
 

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