Heuser: Straßenbahn in der Stresemannallee bringt hohen verkehrlichen Nutzen

CDU-Fraktion begrüßt Ergebnis der Kosten-Nutzen-Untersuchung

Frankfurt am Main, 18. Mai 2010 - Nach Mitteilung des verkehrspolitischen Sprechers und stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Fraktion Frankfurt am Main, Helmut Heuser, hat das Land Hessen als Zuschussgeber dem geplanten Neubau einer Straßenbahnverbindung in der Stresemannallee zwischen der Mörfelder Landstraße und der Gartenstraße ein sehr gutes Nutzen-Kosten-Verhältnis bescheinigt.

Damit sei eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Realisierung des Projektes genommen. Mit dem neuen 1,1 km langen Teilstück entsteht eine durchgehende Verbindung von Neu-Isenburg zum Hauptbahnhof und weiter zum Rebstockgelände. Ziel dieses von der CDU und der schwarz-grünen Koalition vorangetriebenen Investitionsvorhabens ist es, für die Anwohner in Sachsenhausen eine schnelle und damit attraktive Verbindung zum Hauptbahnhof und darüber hinaus durch die Anbindung an Neu-Isenburg für den Pendlerverkehr ein ÖPNV-Angebot zur Entlastung des Frankfurter Straßennetzes von Autoverkehr zu schaffen. Dabei wird die Straßenbahn durch die Stresemannallee auch das erste Teilstück einer geplanten Ringstraßenbahn sein, die Stadtteile tangential so erschließen soll, dass der Fahrgast auf seinem Fahrweg zum benachbarten Stadtteil nicht erst über die Innenstadt fahren muss.
 
Das Land Hessen kommt in seiner Kosten-Nutzen-Untersuchung zu dem Ergebnis, dass deutliche Vorteile bei der Reisezeit zu 1150 zusätzlichen Fahrten in 24 Stunden führen. Außerdem rechnet man mit geringeren Betriebskosten gegenüber dem motorisierten Individualverkehr, sowie geringerer Schadstoffbelastung und weniger Unfällen. Damit erreicht die Straßenbahn in der Stresemannallee den sehr guten Wert von 1,6, was bedeutet, dass der volkswirtschaftliche Nutzen um den Faktor 1,6 höher ist als die Kosten. Werden in die Rechnung zusätzlich noch zwei Gleisverbindungen auf die bestehenden Strecken zum Südbahnhof und in Richtung Universitätsklinikum und Stadion aufgenommen, obwohl sie für den Betrieb der geplanten Linie 17 von Neu-Isenburg zum Rebstockbad nicht notwendig sind, kommt man auf einen Wert von fast 1,3. „Das sind phantastische Werte, die Sinn der neuen Straßenbahnverbindung klar belegen und die wir uns bei anderen Projekten, beispielsweise der Regionaltangente West, wünschen würden. Wir sollten die beiden Gleisverbindungen ebenfalls realisieren, da sie im späteren Betrieb eine Flexibilität beim Stadionverkehr oder bei notwendigen Umleitungen ermöglichen“, so Heuser.
 
Heuser sagte, die CDU-Fraktion sehe sich in ihrer Überzeugung bestätigt, dass der Lückenschluss auf dem genannten Abschnitt als Teilstück der im Gesamtverkehrsplan projektierten Ringlinie ein wichtiger Meilenstein beim Ausbau des schienengebundenen Nahverkehrs in Frankfurt am Main sei. Dieser Ausbau sei ein wichtiger Baustein in einem umfassenden Maßnahmenbündel, um dem steigenden Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung in Frankfurt am Main und der Region gerecht zu werden.Wer dagegen ausschließlich dem Anstieg des motorisierten Individualverkehrs in der Innenstadt das Wort rede und nicht auf die Chancen aller Fortbewegungsmittel setze, riskiere, dass Frankfurt im Verkehr ersticke und damit der unverzichtbare Wirtschaftsverkehr und der notwendige Einkaufsverkehr in die Innenstadt zum Erliegen komme. Dies müsse im Interesse des Wirtschaftsstandortes, einer attraktiven Einkaufsstadt und nicht zuletzt einer hohen Lebensqualität vermieden werden.„Zu dieser von der CDU vertretenen Verkehrspolitik, die wir in der Koalition mit den Grünen umsetzen, gibt es keine ernsthafte Alternative. Wer sich intensiv mit der Verkehrspolitik in großen Städten befasst, muss zu der Erkenntnis kommen, dass wir in Frankfurt am Main auf dem richtigen Weg sind“, so Heuser abschließend.
 

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