Wirtschaft formuliert Anforderungen an die zukünftige Digitalpolitik

Chancen der Digitalisierung für den Standort Frankfurt nutzen

Prof. Dr. Daniel Rhinow, Vorsitzender des Fachausschusses Digitalisierung
Prof. Dr. Daniel Rhinow, Vorsitzender des Fachausschusses Digitalisierung
Frankfurt am Main, 05.03.2021 - Die Frankfurter CDU diskutierte am 4. März mit Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main, über die Anforderungen der Wirtschaft an die zukünftige Digitalpolitik in Frankfurt. „Die IHK erwartet in drei Bereichen Impulse aus der Politik. Dazu gehören die zügige Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen, der verstärkte Einsatz digitaler Technologien im Verkehrsbereich und der Fokus auf Rechenzentren als wichtige Bestandteile der digitalen Infrastruktur“, so Prof. Dr. Daniel Rhinow, Vorsitzender des Fachausschusses Digitalisierung.

Von der Einführung digitaler Melde- und Antragsverfahren profitieren besonders Tourismus- und Gastronomiebetriebe. Auch bei der Einreichung von Bauanträgen können digitale Werkzeuge die Verfahren beschleunigen und sich besser an den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger orientieren. So könnten Bauanträge digital eingereicht werden und die zuständige Behörde klassifiziert das Bauvorhaben als anzeigepflichtig oder genehmigungspflichtig und unterstützt bei der Erstellung von Brandschutzkonzepten. „In Zukunft könnte künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommen, um der Verwaltung die automatisierte Bearbeitung von Anträgen zu ermöglichen“, so Rhinow.

Als Sitz des größten Internetknotenpunktes der Welt ist Frankfurt auch ein begehrter Standort für Rechenzentren. Da die zur Verfügung stehenden Flächen knapp sind, ist die Politik gefordert, innovative Konzepte zu entwickeln. Hierzu bietet es sich zum Beispiel an, Rechenzentren mit anderen Gewerbeeinheiten im gleichen Gebäude anzusiedeln. „Die von Rechenzentren produzierte Abwärme kann aufgrund der kurzen Distanzen direkt in Wohn- und Gewerbegebiete eingespeist und dort sinnvoll genutzt werden. Auf diese Weise lassen sich Ökonomie und Ökologie verbinden“, so Rhinow abschließend.

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