Ortsbeirätin Claudia Erhardt
Ortsbeirätin Claudia Erhardt
Frankfurt am Main, 01. März 2018 - Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen zur Auslastung des ÖPNV in Frankfurt fordert die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 3 – Nordend die erneute Prüfung einer Ringbuslinie, bzw. eines Quartierbusses für das Nordend.

„Der ÖPNV in Frankfurt muss sein massives Kapazitätsproblem in kurzer Zeit lösen“, erläutert die CDU-Fraktionsvorsitzende Claudia Ehrhardt die Intention ihres Antrages zur nächsten Sitzung des Ortsbeirates.  Viele Linien könnten eine Zunahme der Fahrgastzahlen, die allein schon durch die wachsende Einwohnerzahl  entsteht, kaum bewältigen. „Gleichzeitig haben wir aber das Ziel mehr Menschen zum Umsteigen auf die Bahn zu bewegen, etwa durch den Bau von Park and ride Parkplätzen und durch die Attraktivitätssteigerung des ÖPNV-Angebotes, z.B. durch Verbesserungen bei der Fahrpreisstruktur. Das passt nicht zusammen“ so die Christdemokratin weiter. Bereits im Jahr 2007 hatte die CDU im Ortsbeirat 3 den Vorschlag einer Buslinie in ost-westlicher Richtung durch das Nordend kombiniert mit einer Nachtbuslinie in die Diskussion eingebracht. Ihm folgten weitere Initiativen und schließlich 2012 eine ablehnende Stellungnahme der Stadt. Hier kam man zu dem Schluss, dass die Buslinie keine neuen Fahrgäste und damit zusätzliche Einnahmen generieren würde, sondern hauptsächlich Umsteiger ansprechen würde.

„Die Situation hat sich im Vergleich zu 2012 grundlegende geändert. Wir diskutieren heute einen kostenlosen ÖPNV zur Steigerung der Attraktivität, da können die Kosten für eine zusätzliche Buslinie eigentlich keinen Ausschlag mehr geben“, begründet die CDU die erneute Einbringung ihres Vorschlags. Es gäbe aktuell zwischen Anlagen- und Alleenring keine ost-west-Verbindung im ÖPNV. D.h. alle Fahrgäste die vom östlichen Nordend ins westliche wollten und umgekehrt müssten entweder bis zum Alleenring und umsteigen, oder bis zur Konstabler Wache und dort umsteigen. Die U-Bahn-Linie U 4 zwischen Merianplatz und Konstabler Wache gehöre zu den Strecken mit den meisten Fahrgästen in Frankfurt.

 
Zu den Hauptverkehrszeiten seien die Züge bereits heute oftmals völlig überfüllt und es komme zu teilweise zu chaotischen und gefährlichen Situationen an der Bahnsteigkante. „Was nutzt uns ein kostenloser ÖPNV wenn die Bahnen so voll sind, dass es Glückssache ist, ob man mitfahren kann?“ resümiert Claudia Ehrhardt.

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