Pressemeldung der Junge Union Frankfurt: Feldmann degradiert sich zum ‚Eventmanager‘

Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Ulf Homeyer, Stadtverordneter, Kreisvorsitzender der JU Frankfurt
Frankfurt am Main, 31. Juli 2012 - Der Kreisvorsitzende der Jungen Union Frankfurt, Ulf Homeyer, zeigte sich über die Stellungnahme des neuen Oberbürgermeisters Feldmann zum Occupy Camp überrascht.

Nach langem Schweigen signalisierte Feldmann nun eine gewisse Sympathie mit der Bewegung, die seit Monaten in Zelten vor der EZB haust. Feldmann hatte bedauert, dass „derzeit nur über Fristen und Ultimaten oder Dreck und Hygiene gesprochen wird statt über politische Inhalte“.

 

„Um über politische Inhalte diskutieren zu können muss man auch Rahmenbedingung schaffen, die es einem erlauben, mit seinem Anliegen ernst genommen zu werden. Wer es nicht mal schafft ein Mindestmaß an Hygiene in einem Zeltlager herbeizuführen disqualifiziert sich doch selbst von dem Ziel das Finanzsystem neu ordnen zu wollen“, so Homeyer.
 
Mit seiner Ankündigung, sich persönlich für die Fortführung der Diskussion einsetzen zu wollen, zeige Feldmann darüber hinaus sein inhaltliches Unvermögen. „In dieser Stadt geht es den ganzen Tag um kein anderes Thema, schließlich arbeiten ca. 70.000 Menschen im Umfeld der Finanzwirtschaft. Dass der neue OB das nicht weiß oder es bislang ignoriert offenbart sein fragwürdiges Verhältnis zum Finanzplatz“, so der JU Vorsitzende.
 

Die JU zeigte sich daher überrascht, dass der neue OB sich dem Thema überhaupt annehme, hatte man von ihm dazu bisher inhaltlich noch gar nichts gehört. „Ich finde die Bemühungen des neuen OB’s, sich mit dem Thema Finanzmärkte auseinandersetzen zu wollen, ja richtig lobenswert. Ist für unsere Stadt ja schließlich nicht ganz unwichtig“, so der JU Vorsitzende Homeyer sarkastisch.
 

Feldmann hatte angekündigt sich bei unterschiedlichen Veranstaltungsreihen zu Finanzmarktthema „einbringen“ zu wollen und hätte hierzu bereits einige Konzepte entwickelt - beispielsweise eine Auftaktveranstaltung in der Oper in Sichtweite der EZB. „Zunächst hoffe ich, dass die Sichtweite zur EZB für Feldmann kein Ausdruck inhaltlicher Qualität darstellt. Viel bemerkenswerter finde ich jedoch, dass der OB seinen Job offenbar mit dem eines Eventmanagers verwechselt“, so der JU Chef weiter.
 

Die Junge Union bleibe jedenfalls standhaft in ihrer Meinung, dass das Occupy Camp lieber heute als morgen geräumt werden müsse. Die Zustände in dem Camp seien nicht länger tragbar, die Organisatoren seien offenbar heillos überfordert. „Hoffentlich ist deren geplante Neuordnung des Finanzsystems etwas besser durchdacht als die Organisation des Zeltlagers“, so Homeyer. Die JU werde den Ordnungsdezernenten Markus Frank (CDU) weiterhin unterstützen.
 

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