Wiesmann: St. Raphael kommt! Katholische Schule bringt Entlastung und Bereicherung

Gute Schulpolitik ist ohne wertegebundene Schulen in privater Trägerschaft nicht zu machen!

Bettina M. Wiesmann MdB
Bettina M. Wiesmann MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 09. September 2021 - Nach der Übergabe des Zuwendungsbescheids durch den früheren Bürgermeister Uwe Becker steht dem 50 Mio. Euro-Projekt der St. Raphael Schule in Frankfurt nichts mehr im Weg.

Damit wird voraussichtlich ab dem Schuljahr 2025/26 in Trägerschaft der Malteser zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg ein katholisches Gymnasium in Frankfurt die Schullandschaft bereichern.

Bereits bestehende Malteser Schulen bieten einen internationalen und multikulturellen Bildungsort für katholische, evangelische, ungetaufte, muslimische und jüdische Schülerinnen und Schüler. Die Frankfurter Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann (CDU) zeigt sich hoch erfreut über das Voranschreiten des Projektes, für das sie sich seit Beginn einsetzt: "Als Familien- und Jugendpolitikerin liegt mir eine hochwertige und wertegebundene Bildung der jungen Generation besonders am Herzen. Die St. Raphael Schule wird nicht nur über 800 dringend benötigte zusätzliche Gymnasialplätze für Frankfurt bereitstellen, sondern unsere Schullandschaft auch qualitativ sehr bereichern." Wiesmann ist Beiratsvorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer der St. Raphael Schule.

Eine Vielfalt an Akteuren kommt für die Finanzierung zusammen: 16 Millionen Euro steuert die Stadt Frankfurt bei, 7,5 Millionen Euro das Bistum Limburg. Die Malteser haben bereits 1,5 Millionen Euro für die Vorentwurfsplanung aufgebracht. Die Freyberg Stiftung übernimmt von der katholischen Kirchengemeinde St. Marien die Liegenschaft und stellt sie dann für den Schulneubau zur Verfügung.

Dieses Zusammenwirken hält Wiesmann für vorbildlich: „Im Rahmen des grundgesetzlichen Auftrags können auch Schulkonzepte besonderer Prägung zum Tragen kommen. Frankfurt wird noch mehr ein Ort der Bildungsvielfalt.“ Im Mittelpunkt der St. Raphael Schule werde die Vermittlung eines christlichen Menschenbilds stehen, welches mit den Grundwerten von Nächstenliebe, Menschenwürde, Freiheit und Verantwortung zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft beitragen können. Die Schule werde selbstredend Kindern aller Glaubensbekenntnisse offenstehen. Die "Leitlinien für Bildung und Erziehung an Malteser Gymnasien" sprächen für sich selbst, so Wiesmann. "Malteser-Gymnasien haben das Ziel, ihre Schüler ganzheitlich zu erziehen und zu bilden, sie als individuelle Persönlichkeiten zu behandeln und ihnen Freude am Leben in einer von den christlichen Werten geprägten Gemeinschaft zu vermitteln."

Für Wiesmann, die von 2009 bis 2017 dem Hessischen Landtag und dort dem Schulausschluss angehörte, ist diese weitere Bereicherung des Bildungsangebots in Frankfurt daher ein besonderer Erfolg der früheren CDU-geführten Stadtregierung. Auch weiterhin werde sie sich für die Zukunft der St. Raphael Schule und deren Entwicklung mit voller Überzeugung einsetzen. „Besonders wichtig ist mir das Vorhaben, das Gymnasium mittelfristig um eine Grundschule und insbesondere einen zweizügigen Realschulzweig zu erweitern und damit die Wahlfreiheit und Durchlässigkeit im gegliederten Schulsystem weiter zu stärken.“

Das Erlernen von Toleranz und einem respektvollen Miteinander soll u.a. durch außerschulische Aktivitäten und ganztägige Betreuungsmöglichkeiten erreicht werden. Geplant sind neben einer modernen Mensa eine Aula, eine unterirdische Sporthalle sowie eine Tiefgarage. Gespräche für eine Bushaltestelle direkt vor der Schule, um die bestehende ÖPNV-Anbindung noch zu verbessern, wurden bereits eingeleitet.

"Es ist sehr zu begrüßen, dass durch die St. Raphael Schule nun in Frankfurt eine Traditionslinie wertgebundener Schulen, welche mit der Nazi-Herrschaft bedauerlicherweise verlorengegangen ist, wieder zum Leben erweckt wird. Ich danke allen Beteiligten, insbesondere dem früheren Bürgermeister Becker, sehr herzlich für ihren Einsatz dafür“, schließt Wiesmann. 

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