Steinhardt: Wo bleiben die Corona-Luftreiniger für die Schulen?

CDU-Fraktion sieht sich durch das Bildungsdezernat getäuscht

Sara Steinhardt, CDU-Stadtverordnete, Vorsitzende der Frankfurter Frauen Union
Sara Steinhardt, CDU-Stadtverordnete, Vorsitzende der Frankfurter Frauen Union
Frankfurt am Main, 31. August 2021 - Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Römer, Sara Steinhardt, kritisiert zu Beginn des neuen Schuljahres, dass die Stadt frühestens in den Herbstferien Luftfilter für Schulen bereitstellen wird.

„Frau Weber hatte anscheinend auch sechs Wochen Ferien. Noch nicht einmal die Ausschreibung ist fertig. Wir müssen also damit rechnen, dass die Luftfilter frühestens am Ende der Herbstferien betriebsbereit sind. Man möchte den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften sowie den Eltern am liebsten zurufen: Nein, das ist keine Zeitlupe, das läuft da wirklich so langsam!“ 

Steinhardt sieht hier im Kampf gegen Corona ein massives Versäumnis von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD): „Uns wurde in der Stadtverordnetensitzung am 15. Juli versprochen, dass in den Ferien daran gearbeitet wird. In der ersten Woche sollte das Konzept vorgestellt werden, was dann erst mit einer Woche Verspätung geschah. Die Luftfilter oder Luftreiniger – auch hier will sich Stadträtin Weber nicht festlegen – sollten bis Ende der Ferien eingebaut sein. Nun kommt heraus, dass noch nicht einmal die Ausschreibung fertig ist. Wir fühlen uns getäuscht, und das geht auch ganz vielen Schulen und Eltern so! Kann man sich eigentlich auf irgendetwas verlassen, was das Bildungsdezernat der Öffentlichkeit mitteilt?“, fragt sich die Stadtverordnete.   

Für die Rückkehr zum Normalbetrieb in den Schulen sei die saubere Luft in Klassenzimmern eine wichtige Grundlage. Dass jetzt auch die Fachräume Luftreinigungsgeräte bekommen sollen, wird von Steinhardt begrüßt. „Für Kinder unter 12 Jahren wird auf längere Sicht noch kein Corona-Impfstoff verfügbar sein. Deswegen sollten alle Unterrichtsräume bis zur Jahrgangsstufe 6 mit UV-C-Luftreinigern ausgestattet werden“, findet die Bildungspolitikerin. Die CDU-Fraktion fordert den Einsatz dieser Technik, weil sie den HEPA-Filtergeräten überlegen ist. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Filtern sind sie leise, wenig wartungsintensiv und zerstören das Erbgut der Viren, wodurch diese unschädlich werden.

„Sechs Wochen Ferien sind um, und immer ist noch nicht klar, ob auch solche Luftreinigungsgeräte jetzt zum Einsatz kommen. Warum die Schulverwaltung in dieser Krisenzeit hier so wenig flexibel und dynamisch die Probleme angeht, erschließt sich mir nicht. Das ist einfach ärgerlich und unverantwortlich!“, so Steinhardt. „Wir fordern die Bildungsdezernentin auf, sich endlich mehr um die Sicherheit von Schülerinnen und Schülern zu kümmern und bei der Bestellung von Luftreinigern auf die Tube zu drücken! Ansonsten sind am Ende die Leidtragenden wieder die Kinder."

 

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