Wiesmann: Mit Fantasie gegen Corona: Kontrollierte Nutzung von Vereinssportanlagen einschl. Hallen und Bäder ermöglichen. Sportvereine werden Verantwortung sicher gerecht

Bettina M. Wiesmann MdB
Bettina M. Wiesmann MdB
Berlin/Frankfurt am Main, 30. April 2020 - Angesichts der heute stattfindenden Konferenz zwischen Bund und Ländern plädiert die Bundestagsabgeordnete für den Frankfurter Norden, Osten und Süden, Bettina M. Wiesmann (CDU), den Sportvereinen Vertrauen in der Einhaltung von Abstands-, Hygiene-, Zugangs-und Aufsichtsregelungen entgegenzubringen.

"Von der heutigen Konferenz zwischen den Vertretern der Länder und des Bundes erhoffe ich mir für den Vereinssport die Ermöglichung individueller Betriebskonzepte für die kontrollierte Nutzung von Vereinssportanlagen auch in Hallen und Vereinsbädern. Eine Beschränkung auf Freiluftsport würde zu kurz greifen", erläutert Wiesmann ihren Standpunkt.

Nach ihrem Treffen hatte die Sportministerkonferenz ein Beschlusspapier vorgelegt, welches sich in der geforderten Wiederaufnahme des sportlichen Betriebs auf den Freiluftsport beschränkt. Eine Ausweitung auf Hallensport und vereinseigene Bäder erscheint jedoch genauso möglich. Peter Völker, Vorsitzender der TG Bornheim, mit über 30 000 Mitgliedern einer der mitgliederstärksten Breitensportvereine in Deutschland, hatte hierzu ein Konzept vorgelegt.

"Das Konzept der TG Bornheim zeigt einen m.E. vorbildlichen Weg auf, die vielfältigen Anlagen, Gyms, Parkplätze und das Vereinsbad unter strenger Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder in Betrieb zu nehmen. Der Gewinn für Jung und Alt, übrigens gerade für die derzeit etwas weniger im Fokus stehenden älteren Menschen, die auf Bewegung, Zuspruch und Sichtkontakt mindestens ebenso existenziell angewiesen sind wie Kinder, wäre immens, gerade im Frankfurter Stadtkontext", fasst Wiesmann das Konzept zusammen.

Wiesmann fährt fort: "Sicher ist die TG Bornheim durch ihre professionelle Mitgliederverwaltung bestens aufgestellt, Kontrolle über den Zugang zum Gelände und die Nutzung der Angebote auszuüben. Das Vereinskonzept enthält gleichwohl zahlreiche Ansatzpunkte für Rahmenregeln (Zugangskontrolle, Abstands- und Hygieneregeln, Aufsicht etc.), die für Sportvereine insgesamt gelten und eine kontrollierte Öffnung auch kleinerer Vereine ermöglichen könnten - nach den Bedingungen ihres jeweiligen Sports oder einzelner Sparten, die selbstverständlich sehr unterschiedlich sind. Ich bin überzeugt, dass mit klaren und zugleich flexiblen Rahmenvorgaben sehr verantwortungsvoll umgegangen würde.“

Keineswegs gehe es ihr um eine vorzeitige Lockerung der Distanz- und Verhaltensregeln, sondern um ihre im Sinne der Bevölkerung flexibel gesteuerte Anwendung, betont die Bundestagsabgeordnete, die als Vorsitzende des CDU-Bundesfachausschusses Gesellschaftlicher Zusammenhalt auch die Frage der gemeinschaftlichen Krisenbewältigung im Auge hat.

"Unser Ziel ist es ja, für die Fortdauer der unverzichtbaren Beschränkungen die notwendige Akzeptanz zu schaffen und zugleich drohender Krankheit und physischen wie psychischen Beschwernissen präventiv entgegenzutreten. In einer aktiven Bürgergesellschaft, zu deren Säulen die privaten Sportvereine gehören, gibt es viele Register, die hierfür gezogen werden können, und viele Menschen, die dazu bereit sind", so Wiesmann abschließend.

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