Wiesmann/Dürbeck: Mit Fantasie gegen Corona! Kulturschaffende möchten ihrer Arbeit nachgehen. Kreative Lösungen dürften kein Problem sein

Bettina M. Wiesmann MdB und Dr. Thomas Dürbeck
Bettina M. Wiesmann MdB und Dr. Thomas Dürbeck
Berlin/Frankfurt am Main, 29. April 2020 - Die Bundestagsabgeordnete Bettina M. Wiesmann und der kulturpolitische Sprecher der CDU Römer-Fraktion, Dr. Thomas Dürbeck, zeigen sich hoch erfreut, dass Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters (CDU) ein Soforthilfeprogramm über 5,4 Mio. Euro mit einer maximalen Fördersumme von zweihunderttausend Euro für freie Ensembles und Orchester mit Sitz in Deutschland auf den Weg gebracht hat. Frankfurts Kulturszene wird davon erheblich profitieren.

„Der Einsatz hat sich gelohnt! Dass die durch Corona besonders betroffene freie Kulturszene der Musik eine solche Unterstützung durch den Bund erfährt, beruhigt mich. Ich bedanke mich bei Ministerin Grütters ausdrücklich für dieses wichtige Engagement“, erklärt Wiesmann. „Nach Abklingen der Pandemie vor einer musikalischen Wüstenei zu stehen, will ich mir nicht vorstellen. Künstlerinnen und Künstler verdienen unsere Unterstützung. Sie entfalten unsere kulturelle Existenz, bewahren und entwickeln das musikalische Erbe unseres Landes und tragen es mit ihren Auftritten in die ganze Welt hinaus.“

Die finanzielle Unterstützung stabilisiere das Fundament für die weitere Existenz der Ensembles, erklären die beiden Christdemokraten. Alsbald sei zudem ins Auge zu fassen, dass die Institutionen ihren Betrieb wieder aufnehmen könnten – natürlich im Rahmen der Corona-Vorgaben, unter Ausschöpfung aller Gestaltungsspielräume. Ausschließlich digitale Lösungen sollten dabei, wie auch von Prof. Grütters aufgenommen, nicht der einzige Weg sein.

Auch Thomas Dürbeck schließt sich diesem Urteil an: „Frankfurts Attraktivität wird bestimmt durch die diverse Kulturszene, zu der die freien Ensembles und Orchester einen großen Teil beitragen. Honorare und Betriebskosten sind schon unter normalen Umständen durch Eintrittsgelder kaum abzubilden – oder zu stemmen. Corona hat eine ohnehin angespannte Situation zum Kollaps gebracht. Die Hilfe war dringend nötig. Es ist jetzt aber an der Zeit, darüber nachzudenken, wie Theater, Orchester, Tanz und Chöre wieder ihren Probebetrieb aufnehmen und unter welchen Bedingungen sie auftreten können. Denn neben den wirtschaftlichen Aspekten sind für das künstlerische Fortkommen der Akteure Proben und Auftrittsmöglichkeiten unerlässlich.“

Wiesmann und Dürbeck dazu: „Wir trauen den Kulturschaffenden zu, dass sie Lösungen finden, um den Proben- und Spielbetrieb unter Beachtung von Hygiene- und Abstandsvorschriften aufzunehmen. Das könnten sein: Veränderte Einlass-Modi, Begrenzung der Zuschauerzahl, Wahrung der Abstandsregeln von Künstlern und Zuschauern, entzerrte Spielzeiten und kleinere Auftrittsformate. Wir sind sicher, dass die Kreativszene viele Ideen hat, gegenüber Zuschauern und Künstlern verantwortungsvoll mit dieser Ausnahmesituation umzugehen. Das sollte bei den nächsten Entscheidungen zur Gestaltung der Beschränkungen bei der Pandemiebekämpfung berücksichtigt werden.“

"Die gesamte Kulturszene wird sich mit der Pandemie verändern, das wird nicht ausbleiben, doch sie lebt davon, auch live und in Klangfarbe wahrgenommen werden zu können. Nachdem die Sauerstoffzufuhr also sichergestellt wurde, müssen wir nun das Herz wieder zum Schlagen bringen“, so Wiesmann und Dürbeck abschließend.

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