CDU-Fraktion schlägt Einbindung des FiZ zur Erweiterung der Corona-Test-Kapazitäten vor

Dr. Nils Kößler, Vorsitzender der CDU-Römerfraktion
Dr. Nils Kößler, Vorsitzender der CDU-Römerfraktion
Frankfurt am Main, 23. März 2020 - Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Römer, Dr. Nils Kößler, hat vorgeschlagen, durch die Einbindung des Frankfurter Innovationszentrums Biotechnologie (FiZ) die angespannten Corona-Test-Kapazitäten in Frankfurt am Main kurzfristig zu erweitern.

„In schwierigen Zeiten sind Innovation und Flexibilität gefragt“, sagt der Fraktionsvorsitzende. So habe etwa ein bekanntes Lifestyle-Unternehmen in Frankreich von seiner normalen Parfümproduktion kurzerhand auf die Produktion von Desinfektionsmittel umgestellt und leiste damit in Krisenzeiten einen wichtigen Beitrag in sozialer Verantwortung. Auch zwei deutsche Textil-Unternehmen stellten statt Unterwäsche und Hemden jetzt Masken für den Mundschutz her.

„Solche guten Ideen sind jederzeit willkommen“, so Kößler. „Wir schlagen in diesem Zusammenhang vor, durch innovative Maßnahmen wie etwa die Einbindung des FiZ und seiner Kapazitäten auch die angespannten Corona-Test-Kapazitäten in Frankfurt am Main schnell und spürbar zu erweitern“, so Kößler. „Im FiZ trifft Erfahrungsmedizin auf neueste Wissenschaft und die angeschlossenen Wirtschaftsbranchen. Das Zentrum ist im Bereich der Biotechnologie eine Trumpfkarte des Standorts Frankfurt. Wir halten dort ein zusätzliches Testcenter für COVID-19 für denkbar und meinen, der Magistrat sollte zu diesem Zweck Gespräche mit dem FiZ-Management führen.“

Die letzten Tage haben nach Kößlers Auffassung gezeigt, dass die vorhandenen Kapazitäten in Frankfurt schon jetzt dauerhaft überlastet seien. „Mit einem Ausbau, der privatwirtschaftliche Hilfe ebenfalls bewusst mit einsetzt, kommen wir zudem einer wichtigen Forderung der Weltgesundheitsorganisation nach: Die WHO hat am Wochenende deutlich gemacht, dass die Zahl der Tests in Europa massiv erhöht werden muss“, sagt der Christdemokrat. Dies sei ein wichtiger und notwendiger Schritt zur erfolgreichen Bekämpfung des Coronavirus, weil es laut WHO jetzt darauf ankäme, die Infizierten zu finden und zu isolieren. Die meisten Menschen hätten trotz Erkrankung keine Symptome und damit auch keine Krankheitserscheinungen.

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