MIT Hessen fordert rasche Kosten- und Folgenabschätzung des IAA-Verlustes

Christoph Fay, MIT Hessen
Christoph Fay, MIT Hessen
Wiesbaden/Frankfurt am Main, 03. Februar 2020 - Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hessen ist tief enttäuscht darüber, dass die IAA nach knapp sieben Jahrzehnten nicht mehr in Frankfurt stattfinden wird.

„Die IAA hat zu Frankfurt gehört, wie die Grüne Soße zu Hessen“, so Elke Jesinghausen, Stellv. Landesvorsitzende der MIT Hessen und selbständige Autohändlerin aus Nordhessen. „Die Entscheidung des VDA kann vorerst nicht mehr geändert werden. Oberbürgermeister Feldmann hat den Verlust der IAA durch seine kritische Haltung mitzuverantworten. Autofeindlichkeit hat dazu geführt, dass die größte Messe in ganz Deutschland einfach aus der Mainmetropole abwandert - sie hat die Abwanderung sogar bewusst gefördert“, so Jesinghausen.

Die MIT sieht darin einen schmerzvollen Verlust für den hessischen Mittelstand und Industrie – insbesondere die Zulieferer, die Logistikwirtschaft, das Handwerk, die Dienstleister und Hotelbetreiber– in der gesamten Region. „Über 800.000 Besucher werden nun fehlen und der Imageschaden für Stadt und Land sind enorm“, so Christoph Fay, Mitglied im Bundesvorstand der MIT. „Petra Roth hat 1995 wie eine hessische Löwin für den Verbleib der IAA beim damaligen VW Chef Piëch gekämpft, bei Herrn Feldmann vermissen wir diesen Einsatz schmerzlich“.
 
Wir als MIT Hessen fordern den Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden der Messe Frankfurt dazu auf, zügig eine valide Kosten- und Folgenabschätzung durchzuführen, die transparent macht, welchen finanziellen Verlust die Messe und die Stadt Frankfurt durch die Abwanderung der IAA tatsächlich zu erwarten hat. Welche Konsequenzen dies und auch der AWO-Skandal dann nach sich ziehen, dies werden die Frankfurterinnen und Frankfurter an der Wahlurne entscheiden.
 
Der MIT Landesvorsitzende Marco Reuter sagte abschließend: "Es gilt jetzt, in einem Kraftakt ein schlagkräftiges Ersatz-Konzept für den Messestandort zu entwickeln, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Langfristig muss das Ziel sein, die IAA zurück in ihre Heimat zu holen."



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