Loizides: OB muss IAA zur Chefsache machen!

CDU-Fraktion erwartet mehr Leidenschaft vom OB für den Verbleib der Automobilmesse

Christiane Loizides, CDU-Stadtverordnete, Vorsitzende der CDU Dornbusch
Christiane Loizides, CDU-Stadtverordnete, Vorsitzende der CDU Dornbusch
Frankfurt am Main, 03. Dezember 2019 - Die wirtschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Römer, Christiane Loizides, zeigt sich entsetzt über die bekannt gewordene Diskussion im Aufsichtsrat der Messe Frankfurt GmbH zum Thema Internationale Automobilausstellung (IAA).

„Es ist an Peinlichkeit nicht zu überbieten, dass der Frankfurter Oberbürgermeister vom Hessischen Finanz- und vom Hessischen Wirtschaftsminister aufgefordert werden muss, sich für die IAA einzusetzen und dazu auch einmal einen persönlichen Termin beim Verband der Automobilindustrie wahrzunehmen. Die IAA ist die größte und wichtigste Messe am Standort Frankfurt. Es ist fahrlässig, auch nur den Eindruck zu erwecken, die Standortfrage sei für Frankfurt am Main keine Chefsache, während andere Städte sich selbstbewusst bewerben“, so Loizides.

Der Hinweis des Oberbürgermeisters, er habe ja dem VDA bereits eine Präsentation für eine neue IAA vorgestellt, erscheint für Loizides überheblich vor der Tatsache, dass der VDA als Veranstalter die Ausschreibung für die IAA 2021 bereits von sich aus mit einem grundlegend veränderten innovativen Konzept gestartet hat. Die CDU-Stadtverordnete ist sich sicher, dass Frankfurt bei dem heutigen Briefing in Berlin durch Wirtschaftsdezernent Markus Frank ausgezeichnet vertreten wird. „Die IAA hat aber eine herausragende Bedeutung für das Wirtschaftsleben im ganzen Rhein-Main-Gebiet. Als Verkehrsdrehkreuz mit der erfolgreichsten deutschen Messegesellschaft bietet Frankfurt die idealen Standortvoraussetzungen, darunter auch wichtige Forschungszentren zur Mobilität unter dem Dach des HOLM oder bei Firmen wie Continental. Es ist geradezu die Amtspflicht des Frankfurter Oberbürgermeisters und Aufsichtsratsvorsitzendem der Messe, in diesem entscheidenden Wochen persönlichen Einsatz für die IAA zu zeigen, um wirtschaftlichen und finanziellen Schaden von der Stadt Frankfurt abzuwenden“, so Loizides.

Die CDU gewinne immer mehr den Eindruck, dass Peter Feldmann die IAA einfach egal ist. „Mit seiner polemischen Kampagne gegen die Automobilindustrie hat er Frankfurt zur Eröffnung der diesjährigen IAA überhaupt erst in Misskredit gebracht und dadurch den Wegzug dieser wichtigen Mobilitätsmesse fahrlässig riskiert“. Loizides führt aktuelle Zahlen des CAR-Institutes der Universität Duisburg-Essen an, nach denen selbst in Großstädten mit gut ausgebautem öffentlichem Nahverkehr der Bedarf an Automobilen weiter ansteige. „Die Automobilindustrie ist für Deutschland nach wie vor eine Schlüsselindustrie mit hunderttausenden von Arbeitsplätzen, großer Wertschöpfung und viel Potential für Forschung und Entwicklung. Wer das nicht begreift und darüber hinaus nicht verstehen will, dass die Sicherstellung einer Mobilität unter sozialen und umweltverträglichen Bedingungen eine der großen Zukunftsaufgaben ist, der ist für die Führung einer Großstadt völlig unqualifiziert“, so Loizides.

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